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HomeNewsUmweltSeltener afrikanischer Vogel in Chiba wieder eingefangen

Das Tier war aus einer Zoohandlung ausgebüxt

Seltener afrikanischer Vogel in Chiba wieder eingefangen

Ein Südlicher Hornrabe, ein vom Aussterben bedrohter afrikanischer Vogel, gehörte zu den außergewöhnlichen Angeboten einer Zoohandlung in der Präfektur Ibaraki. Das Tier entfloh seinem Käfig aber und wurde jetzt in der Präfektur Chiba, nahe der japanischen Hauptstadt Tokyo wieder eingefangen.

Erste Sichtungen des Vogels gab es bereits im Juli 2020 in der Stadt Kashiwa (Präfektur Chiba), sowie im Februar und Mai 2021 an der Tegae Higashi Grundschule in Kashiwa. Der Direktor der Schule erklärte gegenüber den japanischen Medien, wie überrascht alle gewesen waren, als die Schüler berichteten, einen riesigen schwarzen Vogel in der Nähe des Schwimmbeckens gesehen zu haben.

Vogel mehrfach in Chiba gesichtet

Durch Recherchen fand man heraus, dass es sich um einen Südlichen Hornraben handelt, der eigentlich in Afrika beheimatet ist. Gleichzeitig war man froh, dass das Tier niemanden angegriffen hat.

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Nach den Sichtungen wurde angenommen, dass der Vogel sich in der Präfektur heimisch fühlte. Das Tier in Chiba misst vom Schnabel bis zum Schwanz etwa einen Meter und hat eine Flügelspannweite von etwa zwei Metern. Der Südliche Hornrabe wird von der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) als gefährdet eingestuft.

Eigentlich bewohnt der Südliche Hornrabe die Savanne und andere Gebiete südlich des Äquator in Afrika und kann keine weiten Strecken fliegen. Sobald sich die Vögel in einem bestimmten Gebiet niedergelassen haben, verlassen sie es in der Regel nicht mehr. Solange sich die Tiere nicht bedroht fühle, meiden sie den Kontakt zu Menschen.

Der Winter als Bedrohung für den seltenen Vogel

Das Tierschutzzentrum in der Präfektur-Verwaltung von Ibaraki erklärte, dass vor einiger Zeit ein Bericht über das Verschwinden eines Südlichen Hornraben eingegangen ist. Diese stammte von einer auf Greifvögel spezialisierte Zoohandlung in Ibaraki. Dort werden die Vögel erst aufgezogen, bevor sie weitergegeben werden. In dem Geschäft wurde der Vogel im Freien mit einem Beinring gehalten. Jedes Mal, wenn das Tier gesichtet wurde, waren die Mitarbeiter vor Ort um es wieder eingefangen.

Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen ist der Handel mit Südlichen Hornraben nicht verboten. Die Tiere sind für den Menschen nicht gefährlich, allerdings sind die Besitzer dafür zuständig, entflogene Exemplare wieder einzufangen. Umso froher ist die Zoohandlung, dass ihr Vogel wieder eingefangen werden konnte. Wissenschaftler zeigten sich aber davon überrascht, dass das Tier den Winter in Japan überlebt hat. Denn die meisten Tiere, von denen sich der Vogel ernährt haben könnte, sind im Winter kaum zu finden.

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