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Wichtige Säule für eine dekarbonisierte Gesellschaft

Tokyo plant Netz von Pipelines für Wasserstoff

Die Gouverneurin von Tokyo, Yuriko Koike, kündigte Pläne an, in der japanischen Hauptstadt ein Netz von Wasserstoffpipelines zu errichten, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.

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Die Gouverneurin kündigte diesen Schritt am 8. November bei einem Treffen zum Thema „grüner Wasserstoff“ während des COP27-Gipfels in Ägypten an. Damit verfolgt die Gouverneurin weiter ihr Ziel, die Metropole führend im Kampf gegen die globale Erwärmung werden zu lassen.

Wasserstoff – eine wichtige Säule für den Weg in eine dekarbonisierte Gesellschaft

Grüner Wasserstoff wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und hat im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen nur geringe Auswirkungen auf die Umwelt.

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Während des Treffens sprach Koike davon, dass diese Energiequelle eine wichtige Säule auf dem Weg zu einer dekarbonisierten Gesellschaft sein wird, sobald das System in Japans Hauptstadt in Betrieb ist.

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Nach Angaben der Stadtverwaltung von Tokyo ist der Bau von Pipelines geplant, die den Hafen von Kawasaki in der benachbarten Präfektur Kanagawa mit dem Hafengebiet der Hauptstadt verbinden.

Die Kosten für eine Machbarkeitsstudie sollen im Haushalt für das nächste Jahr mit aufgenommen werden.

Tokyo hat bereits Erfahrung mit Pipelines gesammelt

Bereits während der Olympischen Spiele 2021 betrieb die Stadtverwaltung eine Wasserstofftankstelle im Athletendorf im Stadtteil Harumi. Die Busse, die die Athleten zu den Austragungsorten bringen sollten, fuhren mit Wasserstoff, der von der Tankstelle geliefert wurde.

Im Juli wurde eine Pipeline unter eine öffentliche Straße verlegt, um die umliegenden Gebiete mit Wasserstoff zu versorgen.

Während des Treffens verwies Koike auch auf die neue Politik der japanischen Hauptstadt, die vorsieht, dass große Wohnungsbaugesellschaften ab dem Jahr 2025 neu gebaute Häuser mit Solaranlagen ausstatten müssen.

„Wir werden der Stadtversammlung nächsten Monat einen Gesetzesentwurf vorlegen, um diese Vorschrift zu überarbeiten“, so Koike. „Tokyo wird das erste Beispiel in Japan sein, das ein solches Gesetz einführt.“

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