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Mit großer Mehrheit beschlossen

Tokyo schreibt ab 2025 Solarzellen für neue Häuser vor

Die Stadtverwaltung von Tokyo hat beschlossen, dass neue Häuser ab dem Geschäftsjahr 2025 mit Solarzellen ausgestattet werden müssen.

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Die Änderung in der Verordnung zur Umweltsicherheit wurde am Donnerstag, den letzten Tag der regulären Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, mit großer Mehrheit beschlossen.

Solarzellen bei Neubauten ab einer Gesamtfläche von 2.000 Quadratmetern vorgeschrieben

Laut der Stadtverwaltung von Tokyo sollen große Wohnungsbauunternehmen verpflichtet werden, auf Gebäuden, mit einer Gesamtfläche von 2.000 Quadratmetern, Solarzellen zu installieren. Auch Privatpersonen, die ein Haus ab einer Fläche von 2.000 Quadratmetern bauen, sind verpflichtet, Sonnenkollektoren zu installieren.

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Die Stadtverwaltung schätzt, dass die anfänglichen Kosten von 980.000 Yen (ca. 6.751 Euro) für die Installation der 4-Kilowatt-Paneele innerhalb von 10 Jahren durch die Einnahmen aus dem Stromverkauf gedeckt werden können und sich mit Subventionen auf sechs Jahre reduzieren lassen.

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Um die Belastung für Hauskäufer zu reduzieren, sollen Zuschüsse zusätzlich zu den möglichen Subventionen durch eine Leasingfirma gewährt werden.

LDP stimmte gegen den Vorschlag

Die überarbeitete Verordnung wurde unter anderem von der lokalen Partei Tomin First no Kai, deren Sonderberaterin die Tokyoter Gouverneurin Yuriko Koike ist, sowie vom Koalitionspartner der japanischen Regierungspartei Komeito und der Kommunistischen Partei Japans gebilligt.

Die LDP sprach sich bei der Abstimmung allerdings gegen die Änderung und argumentierte, dass sie von den Einwohnern der japanischen Hauptstadt nicht vollständig verstanden oder akzeptiert wird.

Tokyo hat sich zum Ziel gesetzt, die Kohlendioxidemissionen bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2000 zu halbieren. Für das Ziel wurde ein Nachtragshaushalt in Höhe von 116,2 Milliarden Yen (ca. 799,8 Millionen Euro) genehmigt, der auch Zuschüsse für die Installation der Solarzellen umfasst.

Neben Sonnenkollektoren plant die japanische Hauptstadt auch ein Netz von Pipelines für Wasserstoff, um das ehrgeizige Umweltziel zu erreichen.

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