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HomeNachrichten aus JapanUmweltTreibhausgasemissionen erreichen in Japan 2020 Rekordtief

Klimaziele noch in weiter Ferne

Treibhausgasemissionen erreichen in Japan 2020 Rekordtief

Im Geschäftsjahr 2020 sind die Treibhausgasemissionen in Japan zum siebten Mal in Folge auf ein Rekordtief gesunken. Die Daten der japanischen Regierung spiegeln den gesunkenen Energieverbrauch der Unternehmen wider, die durch die Pandemie ihre Produktion einschränkten.

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Insgesamt wurden 1,149 Milliarden Tonnen Kohlendioxid bis März 2021 ausgestoßen, ein Rückgang von 5,1 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2019.

Treibhausgasemissionen noch weit vom Ziel für 2030 entfernt

Die Treibhausgasemissionen sind allerdings noch weit von Japans Ziel, die Emissionen bis 2030 um 46 Prozent gegenüber 2013 zu senken. Das Ziel wurde bereits einmal nach oben korrigiert, ursprünglich sollten 26 Prozent erreicht werden.

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Im Geschäftsjahr 2020 hat der Industriesektor die  CO₂-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent gesenkt, die Emissionen im Verkehrssektor und bei den Dienstleistern gingen um 10,2 Prozent bzw. 4,1 Prozent zurück.

Durch die Pandemie stiegen die Treibhausgasemissionen bei privaten Haushalten allerdings um 4,9 Prozent, was auf Homeoffice und Homeschooling zurückzuführen ist.

Anteil erneuerbarer Energien steigt in Japan an

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Der Anteil der erneuerbaren Energien stieg in Japan auf 19,8 Prozent, was am Ausbau der Fotovoltaik liegt, der Anteil der Kernenergie lag bei 3,9 Prozent.

Der Anteil an Energie durch Kohleverbrennung ist laut der Daten auf 31 Prozent gesunken, ein Minus von 1 Prozent gegenüber 2019.

Der Einsatz von Fluorkohlenwasserstoffen, Super-Treibhausgasen, die u. a. in Kühl- und Klimaanlagen verwendet werden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent.

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