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Home News Umwelt Treibhausgasemissionen in Japan zum 6. Mal in Folge gefallen

Langer Weg, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen

Treibhausgasemissionen in Japan zum 6. Mal in Folge gefallen

Japans Treibhausgasemissionen sind 2019 zum sechsten Mal in Folge gesunken und haben damit den niedrigsten Stand seit der Datenerhebung 1990 erreicht.

Das japanische Umweltministerium führt als einen der Gründe für den Rückgang den Handelskrieg zwischen den USA und China an.

2,7 Prozent weniger Treibhausgasemissionen

Im Steuerjahr 2019, das im März 2020 endete, wurden insgesamt 1.213 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen, 2,7 Prozent weniger als im Jahr davor.

Das Ministerium führte den Rückgang auf Produktionsrückgänge in den Industrien zurück, die vom Handelskrieg zwischen den USA und China betroffen waren, sowie auf den Ausbau der erneuerbaren Energien.

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Im Steuerjahr 2019 sank der Stromverbrauch der japanischen Stahl- und Maschinenindustrie zusammen mit einem Rückgang ihrer Exporte nach China, das von Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt betroffen ist.

Der Anteil der in Japan mit erneuerbaren Energien erzeugten Elektrizität ist in Japan auf 18 Prozent gestiegen, was auf eine Zunahme der Solarenergie zurückzuführen ist.

Die Atomstromerzeugung machte nur 6 Prozent aus, da viele Atomkraftwerke aufgrund strengerer Sicherheitsvorschriften, die nach der durch ein massives Erdbeben und einen Tsunami ausgelösten Atomkatastrophe von Fukushima 2011 eingeführt wurden, nicht in Betrieb waren.

Im Rahmen des Pariser Abkommens über den Klimawandel von 2015 will Japan die Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 2013 um 26 Prozent senken.

Da die Gesamtemissionen im Steuerjahr 2019 gegenüber 2013 um 14 Prozent zurückgehen, hält das Ministerium das gesteckte Ziel für erreichbar, wenn das derzeitige Tempo des Rückgangs der Treibhausgasemissionen anhält.

Klimaneutralität bis 2050 nur mit weiteren Maßnahmen zu erreichen

Das Ministerium ist jedoch der Meinung, dass Japan sein längerfristiges Ziel, die Emissionen bis 2050 auf Nettobasis auf Null zu senken, nicht erreichen kann, wenn nicht alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden.

Premierminister Yoshihide Suga hat zugesagt, einen Fonds von 2 Billionen Yen für Firmen einzurichten, die grüne Technologien entwickeln, als Teil der Bemühungen, Japan bis 2050 klimaneutral zu machen und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Das Ministerium sagte, dass die Emissionen im Haushaltsjahr 2019 so gut wie keine Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs hätten, forderte jedoch die Notwendigkeit, die Situation zu überwachen.

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