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Regierung stellt Pläne vor

Unternehmen in Japan müssen für ihre CO₂-Emissionen bald zahlen

Die japanische Regierung kündigte am Mittwoch an, dass Unternehmen für ihre CO₂-Emissionen demnächst zahlen müssen und stellte die Details für die Bepreisung vor, die einen Zuschlag und einen Emissionshandelsplan kombinieren.

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Allerdings beschloss die Regierung auch, die Einführung einer umfassenden Kohlenstoffsteuer zu verschieben. Bei der Steuer handelt es sich um eine Abgabe, die Unternehmen im Verhältnis zu ihren Emissionen zahlen müssen.

Bepreisung der CO₂-Emissionen soll dabei helfen, dass Japan emissionsfrei wird

Das geplante Preissystem für CO₂-Emissionen soll dazu beitragen, dass Japan sein Ziel erreicht, bis 2050 klimaneutral zu werden. Die Einnahmen sollen zur Finanzierung einer 20 Billionen Yen (ca. 139 Milliarden Yen) umfassenden Politik verwendet werden, die Unternehmen dabei unterstützen soll, in die Dekarbonisierung zu investieren.

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Insbesondere Importeure fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Öl werden im Verhältnis zu ihren Emissionen zur Kasse gebeten. Diese Aufschläge werden wahrscheinlich an die Kunden weitergegeben, sodass die Verbraucher und Verbraucherinnen in Japan mit höheren Preisen zu rechnen haben.

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Der geplante Emissionshandel wird seit September in Japan getestet, den Unternehmen steht es frei, an dem Test teilzunehmen.

Die Regierung plant, den Test nach dem Vorbild der Europäischen Union auf ein System zu überführen, bei dem Unternehmen Emissionszertifikate von der Regierung kaufen.

Experten erwarten, dass die Regierung zunächst Stromunternehmen, die viele Wärmekraftwerke betreiben, zur Teilnahme am Emissionshandelssystem verpflichtet.

Wann die CO₂-Bepreisung und der Emissionshandel starten soll, will die japanische Regierung im nächsten Monat bekannt geben. Die Belastung für die Unternehmen soll zunächst gering sein und schrittweise ansteigen.

Hoffen auf Investitionen der Unternehmen

Es besteht die Hoffnung, dass die Unternehmen ihre Investitionen in die Dekarbonisierung erhöhen werden, wenn die Kosten ihrer CO₂-Emissionen steigen. Das Industrieministerium schätzt, dass in den nächsten 10 Jahren öffentliche und private Investitionen in Höhe von mehr als 150 Billionen Yen (ca. 1 Billion Euro) erforderlich sein werden, um eine Dekarbonisierung zu realisieren.

Von den erforderlichen 150 Billionen Yen will das Ministerium 20 Billionen Yen durch die Ausgabe von GX-Wirtschaftsanleihen im oder nach dem Geschäftsjahr 2023 sicherstellen.

Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, in grüne Projekte zu investieren und sie zu ermutigen, ihren Anteil an der Reduzierung des Kohlenstoffausstoßes zu erhöhen.

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