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Wassermenge fällt immer weiter

Wasserstand in Japans größtem See sinkt immer weiter

Der Wasserstand des Biwako, Japans größter See und die Wasserquelle für fast 14 Millionen Menschen, ist mittlerweile auf einen Stand gesunken, dass die Präfektur Shiga Notfallmaßnahmen erwägt. Der See hat bereits seit Jahren Probleme, insbesondere mit Abfall.

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Sollte der See noch mehr Wasser verlieren, wird dies der Umwelt in der Region schwere Schäden zufügen, außerdem würde es zu Problemen bei der Wasserversorgung der Region Kinki kommen. Zu dieser Region gehören auch die Präfekturen Osaka, Kyoto und Hyogo.

Wasserstand sinkt immer weiter

Der Wasserstand des Sees liegt normalerweise im Durchschnitt etwa 36 Zentimeter unter dem Referenzwert für diese Jahreszeit. Am 17. November war der Stand allerdings bereits 65 cm niedriger.

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In der Präfekturhauptstadt von Shiga, Otsu, kam es im Oktober nur zu 43 Millimeter Niederschlag, etwas weniger als 30 Prozent des normalen Durchschnitts, in Hikone waren es nur 30 mm, also ungefähr 20 Prozent des normalen Durchschnitts.

Das Biwako-Büro des Kinki Regional Development Bureau in Otsu leitet derzeit 15 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem See ab, wodurch der Biwako täglich etwa 1 cm Wasser verliert.

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Die Präfektur richtet üblicherweise eine Zentrale für Dürrebekämpfung ein, wenn der Wasserstand auf 75 cm unter dem Referenzwert sinkt.

Weiteres Absinken könnte Probleme für die Wasserversorgung in der Region bedeuten

Sinkt der Pegel auf unter 90 cm des Referenzwertes, wird ein Rat mit allen Präfekturen in der Region eingerichtet und Maßnahmen zu Wasserbeschränkungen beschlossen.

Laut der Präfekturverwaltung von Shiga werden Grundstücke am See austrocknen und die Laichgründe der Fische sowie Wasserpflanzen verfaulen, sollte der Wasserstand bis zum Frühjahr niedrig bleiben.

Der sinkende Wasserstand hat sich bereits auf den Betrieb des in Otsu ansässigen Unternehmens Biwako Kisen Steamship Co. ausgewirkt, das Bootstouren zur beliebten Insel Chikubushima im See anbietet.

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