Stats

Anzeige
Home News Unbekannte greifen in Paris Japaner mit Säure an

Opfer will Tat nicht anzeigen lassen

Unbekannte greifen in Paris Japaner mit Säure an

Seit Beginn der Pandemie ist es weltweit immer wieder zur rassistisch motivierten Angriffen auf Asiaten gekommen. Auch Japaner waren bereits Opfer von solchen Attacken. In Paris kam es nun vermutlich erneut zu einem Vorfall, bei dem ein Japaner mit Säure verletzt wurde.

Der Vorfall ereignet sich am 10. Februar im 17. Distrikt von Frankreichs Hauptstadt. Eine Gruppe an japanischen Bewohnern wurde von einer Gruppe aus drei Personen angegriffen, die sie mit einer Flüssigkeit aus einer Flasche besprühten.

Polizei von Paris ermittelt nicht

Während die meisten nichts von der Flüssigkeit abbekamen, landeten sie bei einer Person auf der Hand und verursachte chemische Verbrennungen. Die Person wurde sofort zu einem Arzt gebracht, der die Verletzungen behandelte, die glücklicherweise nicht schwerwiegend waren.

Mehr zum Thema:  Erdbeben in Japan löst erneut eine Welle von Gerüchten und Rassismus aus

Wer hinter den Angriff steckt, lässt sich zurzeit nicht sagen. Die Personen trugen Kapuzen und flohen sofort nach dem Angriff, weswegen eine Identifizierung schwierig ist. Dazu kommt, dass es keinerlei Überwachungsaufnahmen von dem Vorfall gibt, weswegen die Chancen sehr gering sind, dass die Täter gefunden werden.

Zusätzlich hat das Opfer sich dazu entschlossen, keine Anzeige einzureichen. Damit kann die französische Polizei automatisch nicht mit Ermittlungen beginnen. Es ist deswegen unklar, ob noch weitere Details zu den Vorfall veröffentlicht werden, da keine Notwendigkeit für eine genauere Untersuchung besteht. Aus dem Grund kann noch nicht bestätigt werden, dass es sich um einen rassistisch motivierten Angriff handelt.

Japans Außenministerium veröffentlicht Warnung

Das japanische Außenministerium nahm die Angelegenheit sehr ernst und veröffentlichte auf der Webseite zur Sicherheit im Ausland eine Warnung. Die Warnung wurde ebenfalls an sämtliche Japaner in Frankreich per E-Mails versendet. Das Ministerium bittet die Menschen auf ihre Umgebung zu achten und beschreibt die Gefahren eines Säureangriffs, der schwere Verletzungen verursachen kann.

Allgemein ist das Ministerium zurzeit wegen rassistisch motivierten Angriffen im Ausland besorgt. Die Stop AAPI Hate Initiative hat 2020 mehr als 2.800 Vorfälle in den USA registriert. In vielen Fällen standen die Angriffe im Zusammenhang mit der Pandemie, an der besonders Chinesen die Schuld gegeben wird, weil Covid-19 in dem Land zuerst ausbrach.

Letzten September wurde der japanische Jazzpianist Tadataka Unno in New York Opfer eines derartigen Angriffs. Die Angreifer hatten ihn wohl vor einen Chinesen gehalten und so schwer verletzt, dass er lange Zeit nicht mehr Spielen konnte.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren