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Organisatoren sind wenig vom Scherz erfreut

Unbekannte sorgen in Kyoto mit riesigen leuchtenden Kanji für Verwirrung

Sommerzeit heißt in Japan vor allem Festivalzeit. Aufgrund der anhaltenden Pandemie werden allerdings dieses Jahr viele Veranstaltungen abgesagt oder finden nur im kleinen Rahmen statt. Davon betroffen ist ebenfalls das Gozan no Okuribi Festival, das auch als Daimonji bekannt ist. Ein paar Scherzkekse haben den Anwohnern einen Streich gespielt und das Festival mit einem großen falschen Kanji gefälscht.

Am Samstag erstrahlte der Berghang in Kyoto mit einer großen, leuchtenden Version des Schriftzeichens „Dai“, das „Groß“ bedeutet. Normalerweise ist das Zeichnen nur zum Festival zu sehen und wird mit kontrollierten Feuern auf den Berg gelegt.

Polizei ist von Anrufen verwirrt

Neben dem Fakt, dass kein Feuer, sondern Lampen zu sehen waren, stimmte noch was anderes nicht. Das Fest findet eigentlich am 16. August im Rahmen der Bon Zeit statt. Auf insgesamt fünf Bergen in der Stadt werden Zeichen angezündet, um den Geistern der Verstorbenen wieder den Weg in Jenseits zu zeigen, nachdem sie zum Bon ihre ehemaligen Häuser besucht haben.

Zusätzlich soll das Festival dieses Jahr nur im kleinen Rahmen stattfinden. Normalerweise werden für das Kanji 75 Lagerfeuer angezündet. Dieses Jahr sollte es allerdings weniger Feuerstellen und damit weniger helle Zeichen geben, um Massenversammlungen an Arbeitern zu verhindern.

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Anwohner waren deswegen zu Recht verwundert, als sie plötzlich das Schriftzeichen auf dem Mount Nyoigatake sahen. Um etwa 23 Uhr erhielt die Polizei die ersten Anrufe von verwirrten Bürgern, die wissen wollten, was auf dem Berg los ist. Die Polizei zeigte sich ebenfalls erstaunt und Beamte der Kawabata Station kletterten aufs Dach, um das merkwürdige Spektakel zu bestätigen.

Organisatoren sind wenig begeistert

Schnell sprach sich das Ereignis auf den sozialen Netzwerken rum. Viele wollten wissen, was hinter der Aktion steckt und ob das Fest nun überraschend früher ist. Es fiel auf, dass die Lichter keine Feuer sind, da sie weiß bis bläulich schienen und deswegen künstliche Lampen waren.

Für Begeisterung sorgte die Aktion allerdings weniger. Der Vorsitzende der Daimonji-Schutzorganisation, Hidefumi Hasegawa, zeigte sich verärgert. Sie haben sich lange darauf vorbereitet die Geister der Vorfahren loszuschicken. Das falsche Zeichen sei alles andere als eine gute Idee gewesen, da es nun viel durcheinandergebracht hat.

Hasegawa gibt an, dass sie mit der Polizei und den örtlichen Verwaltungsbehörden zusammenarbeiten, damit so etwas nicht noch mal passiert. Wer hinter der Aktion steckt, lässt sich aktuell allerdings nicht sagen. Dass die Verantwortlichen allerdings böse Absichten hatten, ist eher unwahrscheinlich.

TAS

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