Anzeige
HomeNewsUNESCO ernennt Bergregion in Japan zum Biosphärenreservat

Region erfüllt alle drei Anforderungen

UNESCO ernennt Bergregion in Japan zum Biosphärenreservat

Die U.N. Educational Scientific and Cultural Organization (UNESCO) erweiterte vor wenigen Tagen die Liste der anerkannten Biosphärenreservate um die Bergregion Kobushi. Das Gebiet liegt zum Teil in der Region Tokyo, sowie in drei anderen Präfekturen.

Seit Juli 2018 wurden von der in Paris ansässigen Organisation der Vereinten Nationen 686 Gebiete in 122 Ländern als Biosphärenreservate ausgewiesen. Dort harmonieren der Umweltschutz und menschliche Aktivitäten besonders gut. Insgesamt neun dieser Reservate liegen in Japan.

Sie werden in Japan von den UNESCO-Weltnaturerbe-Stätten unterschieden und als „UNESCO Öko-Parks“ bezeichnet. Beim letzten Treffen der UNESCO in Paris wurden weitere Regionen, unter anderem Kobushi, der Liste hinzugefügt.

Das neu hinzugekommene Biosphärenreservat umfasst 190.000 Hektar und liegt auf dem 2.475 Meter hohen Kobushigatake. Es liegt zum Teil in den Präfekturen Nagano, Saitama, Yamanashi sowie in der Präfektur Tokyo.

Das Reservat umfasst die Quellen des Arakawa-Flusses und anderer großer Flüsse, die in Ost-Japan fließen. Es bietet einen Lebensraum für die verschiedensten Arten von Wildtieren, vor allem seltene Schmetterlinge sind dort vermehrt zu finden.

Biosphärenreservate bestehen aus drei miteinander verbundenen Regionen. Es gibt ein streng geschütztes Kerngebiet und eine Pufferzone für wissenschaftliche Forschung und Umweltbildung. Abschließend haben sie ein Gebiet für „Öko-Tourismus“, das sowohl wissenschaftliche und menschliche Entwicklung zusammen mit der Region fördern soll.  Besonders wichtig ist dort eine soziokulturelle und ökologische Nachhaltigkeit.

Die japanische UNESCO-Kommission beantragte bereits im September 2018 die Aufnahme der Kobushi-Bergregion. Weitere Nominierungen für eine Aufnahme in die Liste aus Japan sind derzeit nicht geplant.

Im Dezember 2018 hatte das Land eine Reihe japanische Bräuche für einen Platz unter dem UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen, deren Ernennung noch nicht abschließend entschieden ist. Auch zahlreiche christliche Gebäude in Japan haben es mittlerweile auf die Liste der Kulturgüter geschafft.

Quelle: Kyodo

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen