Anzeige
HomeNachrichten aus JapanUNESCO kritisiert Japan wegen fehlender Informationen zu koreanischen Zwangsarbeitern

Nachbesserungen gefordert

UNESCO kritisiert Japan wegen fehlender Informationen zu koreanischen Zwangsarbeitern

KBS: Die UNESCO hat am Donnerstag eine Resolution verabschiedet, wonach Japan zu wenig Informationen über koreanische Zwangsarbeiter im Informationszentrum für Industriekultur bietet und so die Geschichte verzerrt.

Anzeige

Speziell geht es um eine Ausstellung über Koreaner, die in der Kohlemine Hashima gearbeitet haben.

Japan hat Zusagen nicht eingehalten

In der Resolution heißt es, man habe das Zentrum im Juni inspiziert und festgestellt, dass es nicht genügend Exponate gibt, um die Besucher über die koreanischen Opfer der Zwangsarbeit während des Krieges zu informieren. Japan hat damit seine Zusagen nicht eingehalten.

LESEN SIE AUCH:  17 japanische Firmen werden von südkoreanischen Zwangsarbeitern verklagt

Das Komitee der UNESCO stellt die Forderung, dass Japan die Ausstellung verbessert, damit Besucher verstehen, dass viele Koreaner gegen ihren Willen in der Kohlemine Hashima (Battleship Island) arbeiten mussten.

Das Land soll bis Dezember nächsten Jahres Vorschläge zur Verbesserung der Informationen beim zuständigen Komitee einreichen.

Versprechen nicht eingehalten

Anzeige

Das südkoreanische Außenministerium kommentierte: Die Resolution sei bedeutsam, da die internationale Gemeinschaft bestätigt habe, dass Japan sein Versprechen, ausreichende Aufklärung über die koreanischen Opfer der Zwangsarbeit zu leisten, nicht umgesetzt habe.

Südkorea hat Japan auch dafür kritisiert, dass es die Fakten über die Zwangsarbeit verzerrt, da das Zentrum die Aussage eines ehemaligen Bewohners der Insel präsentiert, der behauptet, dass es keine diskriminierende Behandlung der koreanischen Arbeiter gab.

Südkorea hatte bereits einen Antrag gestellt, die Insel aus der Liste der Weltkulturerbe zu streichen. Japan ist in der laufenden Legislaturperiode kein Mitglied des 21-Nationen-Komitees und kann sich nicht an dessen Diskussionen oder der Verabschiedung von Dokumenten beteiligen.

Anzeige
Anzeige