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Mehr als 150 Mitarbeiter werden ihren Job verlieren

United Airlines Inc. entlässt sämtliche Flugbegleiter in Narita

Japans nationale und internationale Fluggesellschaften wurden hart von der weltweiten Pandemie getroffen. Einige ergriffen bereits Maßnahmen, um möglichst gut die Krise zu überstehen. Bei einem Unternehmen sieht es trotzdem gar nicht gut aus. Nun steht für mehr als 100 Flugbegleiter der United Airlines Inc. der Arbeitsplatz auf dem Spiel.

Bei United Airlines Inc. handelt es sich um eine US-Fluggesellschaft, die in Japan ihren Sitz in Narita, Chiba hat. Aufgrund der derzeitigen Krise will allerdings der Hauptsitz zum 1. Oktober drei internationale Standorte streichen, Frankfurt, Hongkong und Narita. Seit April sind bereits alle Betroffenen mit dem Grundgehalt beurlaubt.

Flugbegleiter sollen in die USA

Das Unternehmen gibt zwar an, dass alle Angestellten zu ihrem Standort in den USA wechseln können, allerdings nur wenn sie auch dafür eine Arbeitserlaubnis haben. Schon im Juni, als die Schließungen angekündigt wurden, wurde deutlich gemacht, dass jeder ohne eine Arbeitserlaubnis für die USA entlassen wird. 700 Flugbegleiter haben keine Erlaubnis und werden ohne Rücksicherung ihren Job verlieren.

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In Japan sind 350 Flugbegleiter, wovon 180 Japaner sind, von der Schließung betroffen. Laut dem Gewerkschaftsrat der Airline in Narita haben nur 30 Prozent eine Arbeitserlaubnis für die USA. Das bedeutet, dass um die 150 Personen ihren Job komplett verlieren werden.

Es wurde bereits über die Gewerkschaft in Washington versucht die Schließungen zu verhindern. Die Gespräche wurden jedoch sofort abgebrochen, als von dem Management eine Lösung ohne unternehmensweite Konzessionen abgelehnt wurde.

Unternehmen will vom Kongress Geld

Als einzige Alternative wäre es möglich das Personal nach London zu versetzen, der einzigen noch internationalen Basis. Das wurde jedoch ebenfalls von dem Unternehmen abgelehnt, da es angeblich schon zu viele Mitarbeiter vor Ort gibt. Stattdessen versucht das Unternehmen nun den US-Kongress indirekt zu erpressen.

Anfang des Monats drohten sie dem Kongress, dass mehr als 15.000 Flugbegleiter ab Oktober arbeitslos sind. Sie fordern deswegen die Unterstützung der Gehaltsabrechnung zu verlängern. Ob die Zahl der zu entlassenden Personen wirklich der Realität entspricht, bleibt fraglich und bisher hat der Kongress auf die Forderung nicht reagiert.

Mitarbeiter fordern Unterstützung

Allgemein zeigt sich die Gewerkschaft von den Maßnahmen äußerst empört. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass mit den Entlassungen gegen den Tarifvertrag verstoßen wird und es werden nun in dieser Richtung Möglichkeiten untersucht.

Auch die betroffenen Angestellten sind verärgert. Ein Flugbegleiter aus Narita erklärte, dass sie versteht, dass die Fluggesellschaft Kosten sparen muss. Trotzdem sollten sie den Menschen mit einem US-Arbeitsvisum helfen, wenn sie wirklich bleiben wollen.

Kyodo

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