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Universitäten unterstützen ausländische Studenten bei der Arbeitssuche in Japan

Universitäten bieten mehr Unterstützung für ausländische Studenten bei der Arbeitssuche in japanischen Unternehmen, indem sie karriereorientierte, spezielle Kurse anbieten, bei denen Studenten über die typischen Regeln der Arbeitssuche in Japan lernen.

Mit der Betonung der Unterstützung bei der Arbeitssuche zielen die Universitäten offenbar darauf ab, exzellente ausländische Studierende anzuziehen. Denn die Sorge wächst, dass die Hochschulen, in der mit einer niedrigen Geburtenrate gesättigten Nation, zum Stillstand kommen könnten.

„Japanische Unternehmen schätzen die Kommunikationsfähigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Studenten mehr als den Erwerb von Qualifikationen oder akademischen Spezialisierungen. Also versucht, über eine Fall zu schreiben, der zeigt, dass ihr solche Fähigkeiten habt“, sagte ein Dozent an einem karriereorientierten Kurs der Sophia University in Tokyo.

Ehemalige ausländische Studenten werden ihre Erfahrung teilen

Dieser Kurs wurde für ausländische Studenten entwickelt, um ihnen das Ausfüllen von Bewerbungen beizubringen. Etwa 20 Teilnehmer wurden dabei beobachtet, wie sie sich sorgfältig Notizen machten. Dabei haben sie Bewerbungen analysiert, die von ehemaligen ausländischen Studenten stammen, die informelle Stellenangebote von japanischen Unternehmen erhalten hatten.

Ein 25-jähriger männlicher Student aus China im Masterstudiengang, der einen Job bei einem japanischen Autohersteller zu finden hofft, sagte: „Bei der Jobsuche in Japan gibt es viele Dinge, die für ausländische Studenten schwer zu verstehen sind. Deshalb bin ich diesem speziellen Programm dankbar. Ich möchte verschiedene Dinge lernen, z.B. wie man reagieren kann, wenn man mit Personalmanagern von Unternehmen in Kontakt kommt.“

Die Zahl der ausländischen Studierenden an der Sophia University steigt und die Hoffnung, in Japan einen Job zu finden, nimmt zu. Viele dieser ausländischen Studenten sind aber auch so sehr mit Studien- und Teilzeitjobs beschäftigt, dass sie den jährlichen Job-Suchplan für Absolventen in Japan nicht kennen oder sich nicht rechtzeitig genügend vorbereiten können.

Aus diesem Grund hat die Universität diesen Kurs für ausländische Studenten im Juniorjahr eingerichtet, in dem sie mehr über die Arbeitssuche in Japan erfahren können. Die Studenten können mit diesem Kurs auch Credits erwerben.

Universitäten versuchen den ausländischen Studenten Arbeitsuche in Japan beizubringen

Die Otemon-Gakuin-Universität in Ibaraki (Präfektur Osaka) kam auch auf die Idee, den ausländischen Studenten unter die Arme zu greifen. Otemon ersetzte einige der Pflichtfächer, die über die japanische Kultur und Geschichte referieren, durch Kurse, die Grundkenntnisse über die Arbeitsuche in Japan vermitteln. Im kommenden Studienjahr wird Otemon auch einen neuen Kurs etablieren, in dem Dozenten – darunter auch Ausländer – Probeinterviews führen werden.

Gentaro Kakae vom Zentrum für Internationale Studien in Otemon sagte nachdrücklich: „Für Universitäten zur Sicherung ausländischer Studierender wäre es ein wirksames Instrument, nicht nur dem „Zugang“ zum College – also der Zulassung von Studierenden – besondere Aufmerksamkeit zu schenken, sondern auch die Unterstützung am „Ausgang“ des College – der Unterstützung bei der Stellensuche – zu verbessern.

„Je mehr ausländische Studenten wir an Firmern vermitteln werden, desto mehr wird sich das Interesse von Ausländern an einem Studium in Japan vergrößern. Dann können die Universitäten trotz der rückläufigen Geburtenrate genügend Studierende anlocken.“

Kakae sagte, die Zahl der ausländischen Studenten, die Aufnahmeprüfungen für dieses Frühjahr ablegten, hat sich gegenüber vor zwei Jahren fast verfünffacht.

Eine gute Universität muss auch gute Arbeitskraft an japanische Firmen vermitteln können

Nach Angaben des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie wird die Zahl derer, die im akademischen Jahr 2040 an die Universität oder Hochschule gehen werden, auf insgesamt 506.000 geschätzt. Das bedeutet einen Rückgang von 20% im Vergleich zu dem akademischen Jahr 2017.

Manabu Kubota, Generalsekretär des International Students Support Network berichtet: „Wenn eine Universität aufgrund der sinkenden Geburtenrate nicht in der Lage ist, auch exzellente Studierende aus dem Ausland zu gewinnen, wird sie nicht mehr in der Lage sein, die von ihr als Wissenschafts- und Forschungseinrichtung geforderte Qualität zu gewährleisten. Die Abteilungen, die für Aufnahmeprüfungen und Beschäftigung zuständig sind, müssen eng zusammenarbeiten und den Studierenden nach dem Abschluss Karrieremöglichkeiten bieten.“

Kubota wies außerdem darauf hin, dass „Universitäten, die talentierte ausländische Arbeitskräfte an japanische Unternehmen entsenden, auch dazu führen werden, dass sie eine hohe Anerkennung finden“.

Quelle: The Yomiuri Shimbun

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