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Gaijin, die Fremden in Japan

Comedyshow gibt ausländischen Talenten Tipps für ein Leben in Japan

Das Leben in einem fremden Land steckt voller neuer Erfahrungen. Manche stellen für ausländische Leute auch große Herausforderungen dar. Amazon Prime drehte mit der Kurz-Serie The Benza einen Clip, der sich genau mit diesem Thema beschäftigt.

Die Story dreht sich um Chris und Kyle, die nach Japan ziehen und dort mit den Riten und Gepflogenheiten konfrontiert werden, die für ausländische Besucher immer wieder für Überraschungen sorgen. Sie müssen mit seltsamem Restaurant-Personal umgehen, das ihnen unbedingt englische Menüs andrehen möchte und werden durch ein Spuk-Haus verfolgt.

Die Reihe spielt mit einer Mischung aus Realität und Animation. Dabei stürzen sich die Macher sowohl auf östliche als auch westliche Gags. So tauchen an den unpassendsten Stellen riesige Mechas auf oder die Spieler der Harlem Globetrotter rennen durchs Bild. Einige der Witze sind allerdings schon ein wenig grenzwertig, weswegen der Film für Kinder nur bedingt geeignet ist.

Was in The Benza wirklich angenehm auffällt: Trotz der schrulligen Ereignisse werden die ausländischen Besucher wie normale Menschen dargestellt, ohne dass sich die Charakterisierung in Stereotypen verliert, wie sie so gern im japanischen Fernsehen gezeigt werden. Der Darsteller Christopher McCombs fungierte in der Clip-Reihe gleichzeitig noch als Drehbuchautor und Produzent.

Er berichtet, dass er, seitdem er in Japan lebt, bemerkt, dass die Rollen der Ausländer immer noch festgelegt sind und nicht sehr positiv ausfallen. Gaijin sind entweder laut, unhöflich oder wirken generell fehl am Platz. Gleichzeitig gibt es keine klare Trennung zwischen „Talenten“, die im Fernsehen auftreten und wozu auch Idolen gehören und dem klassischen „Schauspieler“.

Einheimische und ausländische Darsteller finanzieren Projekt zusammen

Bereits 2014 riet der Leiter seiner Agentur Freewave Entertainment McCombs, nicht auf eine große Rolle zu warten. Er solle ein derartiges Projekt selbst auf die Beine stellen. Der Schauspieler nahm die Herausforderung an und kämpft sich seitdem auf seine Art durch die japanische Unterhaltungswelt.

McCombs gründete zusammen mit anderen Schauspielern und Filmemachern die Produktionsfirma Tokyo Cowboys und machte sich daran, einen eigenen Film auf die Beine zu stellen. Dies erwies sich allerdings als schwierig. So wurde The Benza als Serie mit einem Budget von nur 2 Millionen Yen (16.940 Euro) gedreht. Das meiste Geld steuerten die Darsteller sogar selbst bei.

Viele freuen sich aber, dass sie auf diese Weise viel mehr kreative Freiheit hatten. Alle Talente konnten sich selbst einbringen und die Figuren nachträglich noch verändern und erweitern. Es ging vor allem darum, dass die Leute ihre individuellen Fähigkeiten und die Feinheiten ihres Handwerks in den Film mit einbringen konnten.

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Diese Liebe zum Detail sieht man The Benza auch an. Der Cast begeistert durch eine gelungene Mischung aus einheimischen und ausländischen Darstellern, die zwar sehr gut zusammenarbeiteten, sich im Movie aber auch gegenseitig veralbern konnten. Auf jeden Fall verspricht The Benza gute Abendunterhaltung. Die erste Staffel ist ab sofort über Amazon Prime in den USA, Japan, Großbritannien und Deutschland abrufbar.

Quelle: Amazon Prime

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