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Clips von ihr werden millionenfach geklickt

Japanische Wetterfee wird internationaler YouTube-Star

Dass YouTuber zu Fan-Lieblingen werden, kommt ja nicht unbedingt selten vor. Aber meist denkt man da an Streamer, BeautyVideos oder in Japan auch virtuelle Anime-Idols. Eine Japanerin zeigt nun aber, dass man auch mit ganz gewöhnlichen Tätigkeiten im Internet bekannt werden kann.

Denn Saya Hiyama ist eine der Fan-Lieblinge in Japan im Moment. Ihre Tätigkeit auf YouTube: Wettervorhersagen.

Steigende Bekanntheit auf YouTube

Die 27-jährige übernimmt die Wettervorhersage für den YouTube-Livestreaming-Kanal Weathernews. Besonders bekannt und beliebt wurde sie in Japan Ende Februar. Während ihrer Schicht am 26. Februar war sie in ein kleines Geplänkel über das Spiel Shogi vertieft, als die Nachricht von einem Erdbeben eintraf. Natürlich wechselte Hiyama professionell von spielerisch zu ernst in einer Sekunde.

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Ein Ausschnitt dieses Pivots – der insgesamt 16 Sekunden dauerte – ging schnell viral und verbreitete sich über zahlreiche Twitter-Accounts und Web-Aggregations-Seiten wie Boing Boing. Die meiste Aufmerksamkeit erhielt der Clip auf YouTube (er hat derzeit mehr als 16,8 Millionen Aufrufe), wo die Zuschauer das Geschehene tausendfach kommentierten – und dabei selbst kreativ wurden: „Ich, wenn ich Videospiele spiele und mich plötzlich daran erinnere, dass ich um Mitternacht eine Aufgabe zu erledigen habe“, lautete ein Kommentar.

Bekanntheit über die Grenzen des Landes hinaus

Und es blieb nicht bei der Beliebtheit in Japan. Aufgrund des YouTube-Algorithmus wurde das Video auch in anderen Ländern schnell beliebt. Der Algorithmus sorgt dafür, dass das Video angezeigt wird, wann immer sich Zuschauer Informationsvideos über das Erdbeben ansehen. Und von diesem Video kommt man dann schnell zu weiteren Clips mit der beliebten Wetterfee.

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Es gibt Clips, in denen Hiyama Anime-Posen ausprobiert, sich über Lesefehler lustig macht und über Monster-Energy-Getränke spricht. Und sie ziehen die Menschen an. Hiyama hat jetzt eine kleine Armee von engagierten Fans aus der ganzen Welt, die sich täglich in den Livestream von Weathernews einloggen, um ihr aufmunternde Nachrichten zu schicken. Sie haben auch ihre Instagram-Seite aufgesucht und als sicherstes Zeichen dafür, dass sie eine Online-Fangemeinde erreicht haben, zeichnen sie Fan-Arts von ihr.

YouTube-Clips werden immer bekannter

Hiyamas Mikro-Berühmtheit kommt daher nicht aus dem Nichts. Stattdessen ergibt sie sich aus der Schnittmenge mehrerer Social-Media-Trends. Der wichtigste davon ist der von YouTube-Clips, also kurzen Video-Ausschnitten, die auf YouTube hochgeladen werden, um die Menschen zu unterhalten.

Da Livestreaming im Internet immer verbreiteter wird, sichten die Betreiber dieser Clip-Kanäle stundenlanges Filmmaterial, um die lustigsten Momente herauszufiltern – von Videospiel-Streamern bis hin zu virtuellen YouTubern.

Doch einen Unterschied gibt es zu den gewöhnlichen YouTube Clips: Wenn man sonst Filme von Nachrichtenpannen auf YouTube anschaut, lacht man über die Moderatoren. Bei Hiyama lacht man mit ihr gemeinsam.

Hiyama meister Aufmerksamkeit souverän

Hiyama hat diese neu entdeckte Aufmerksamkeit mit Bravour gemeistert. In einem Interview mit Weathernews sprach sie über ihren viralen Erfolg und sagte: „Ich habe einfach meinen üblichen Job gemacht.“

Sie ist ein Beispiel dafür, wie unwahrscheinliche Elemente der japanischen Popkultur sich im Ausland verbinden können, aber sie kann uns auch zeigen, wie Ruhm online in diesem Land funktioniert. Vielleicht werden wir eines Tages alle unser eigenes Sub-Reddit haben, anstatt dass jeder seine 15 Minuten Ruhm hat.

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