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HomeNachrichten aus JapanUnterhaltungJournalistin Shiori Ito erhält Hilfe bei ihrer Zivilklage wegen Vergewaltigung

Journalistin Shiori Ito erhält Hilfe bei ihrer Zivilklage wegen Vergewaltigung

Am 10. April wurde eine Gruppe gegründet, die die Journalistin Shiori Ito bei ihrer Zivilklage gegen einen Mann unterstützt, der sie vergewaltigt haben soll. Ihren Angaben nach fand die Vergewaltigung im Jahr 2015 statt.

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Die Gruppe nennt sich „Open the BlackBox„. In Japan werden Taten wie Vergewaltigung nur sehr zurückhaltend untersucht und die Gerichtsverfahren ziehen sich oftmals lange hin und werden hinter verschlossenen Türen abgehalten. Im Oktober 2017 veröffentlichte die Journalistin Shiori Ito ein Buch über ihre Erfahrungen, das ebenfalls den Titel Black Box trägt.

Shori Ito, 29 Jahre alt, verlangt 11 Millionen Yen (87.000 Euro) von einem ehemaligen Reporter von Tokyo Broadcasting System Television Inc. (TBS). Die Journalistin behauptet von dem Mann in einem Hotel in Tokyo vergewaltigt worden zu sein. Die beiden hatten vorher zusammen gegessen, danach wurde die Frau ohnmächtig. Die Staatsanwaltschaft will die Klage wegen mangelnder Beweise nicht zulassen.

Ein Untersuchungsausschuss der Staatsanwaltschaft entschied deswegen keine Anklage zu erheben. Ito und ihre Anwälte reichten daraufhin eine Zivilklage ein. Ito sagt, dass viele Vorgänge bei Gerichtsverfahren mit sexuellem Hintergrund für die Opfer eine „Black Box“ bleiben, von denen sie nichts erfahren. Die Journalistin möchte durch ihre Zivilklage diese Aspekte der Polizeiarbeit ans Licht bringen.

Organisation für japanische Journalistin
Bild: Open the BlackBox
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An einer öffentlichen Sitzung von „Open the BlackBox“ am 10. April nahmen etwa 150 Personen teil. Dabei redeten die Mitglieder über die Ziele ihrer Organisation. Anwälte berichteten vom abgeschlossenen Verfahren, das seit einer ersten mündlichen Anhörung im Dezember 2017 lief. Sie sagten auch, dass der TBS-Reporter im Februar 2019 eine Gegenklage anstrebte. Er fordert von der Journalistin 130 Millionen Yen (1 Million Euro) Schadensersatz. Außerdem forderte der Mann eine öffentliche Entschuldigung.

AS

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