Anzeige
HomeNewsUnterhaltung"Jujutsu Kaisen" verhilft Tempel in Gifu zu unerwarteter Popularität

Der Manga erfreut sich in Japan weiterhin großer Beliebtheit

„Jujutsu Kaisen“ verhilft Tempel in Gifu zu unerwarteter Popularität

Seit März 2018 erscheint in Japan der Manga „Jujutsu Kaisen“ von Gege Akutami. Die Reihe ist bisher nicht abgeschlossen und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei den japanischen Lesern. Ein Tempel in Gifu profitiert von dieser Bekanntheit, denn immer mehr Fans kommen, um den heiligen Ort zu besuchen.

Der Senkoji-Tempel in der Stadt Takayama (Präfektur Gifu) spielt in der Geschichte eine besondere Rolle, denn der Haupt-Antagonist der Reihe, Ryomen Sakuna, besucht ihn im Manga regelmäßig. In der Reihe geht es um den Schüler Yuji, der sich einer Geheimorganisation anschließt, um gegen Geister zu kämpfen, die den Menschen Unglück bringen.

Jujutsu Kaisen in Gifu

Der 66-jährige Oberpriester des Tempels freut sich sehr über das unerwartete Interesse der Anime-Touristen. Der Priester hat den Manga selbst gelesen und hofft, dass die Menschen auch kommen, um mehr die lokale Geschichte der Region zu erfahren.

LESEN SIE AUCH:  Buddhistischer Tempel eröffnet Zweigstelle im Weltraum

Die Geschichte läuft bis heute im wöchentlich erscheinenden Shonen Jump-Magazin von Shueisha und wird auch in Form von Manga-Bänden veröffentlicht. Aktuell sind mehr als 45 Millionen Exemplare in Umlauf. Hierzulande veröffentlicht Kazé die Geschichte seit November 2019. Von Oktober 2020 bis März 2021erschien in Japan eine 24 Episoden umfassende Anime-Adaption, die die Popularität weiter anheizte. Ein weitere Movie ist noch für dieses Jahr geplant. Hierzulande zeigt Crunchyroll den Anime im Stream.

In der Nihon Shoki, einer alten japanischen Chronik aus dem 8. Jahrhundert, wird Ryomen Sakuna als Dämon mit zwei Gesichtern und acht Gliedmaßen dargestellt, der während der Yamato-Zeit gegen den kaiserlichen Hof rebellierte. In der Region um Takayama wird er hingegen als Held und Wohltäter des Landes angesehen. Eine lokale Legende besagt, dass er vor 1.600 Jahren Anführer eines mächtigen Klans war, der in den Bergen lebte. Genau in dem Gebiet, in dem der Senkoji-Tempel errichtet wurde. Damals soll Ryomen Sakuna mit seinem Klan über das gesamte Gebiet geherrscht haben.

Tempel öffnet sich für Anime-Touristen

Bis heute zieren viele Tempel Sakunas den Senkoji-Tempel. Gleichzeitig ist der heilige Ort berühmt, da sich dort Enku, ein japanischer buddhistischer Mönch der Edo-Zeit, längere Zeit aufhielt. Heute kommen die meisten Besucher aber nicht mehr wegen der Enku-Statuen. Um den Anime-Touristen von außerhalb mehr über Ryomen Sakuna erzählen zu können, eröffnete der Tempel jetzt eine „Sakuna-Halle“. Normalerweise ist sie nur für buddhistische Gottesdienste geöffnet, jetzt soll die Halle voraussichtlich bis Ende des Jahres für Besucher offen bleiben.

Außerdem stellte der Oberpriester eine besondere Präsentation auf die Beine, in der zwei Ryomen Sakuna-Statuen im Mittelpunkt stehen. Die eine zeigt Sakuna stehend und ist auf der Rückseite der Haupthalle aufgestellt, die andere zeigt ihn sitzend und wurden von Enku persönlich geschnitzt. Siegelstempel und Glücksbringer des Tempels mit Sakuna-Motiven sind sehr beliebt Mitbringsel und Erinnerungsstücke.

Tempel feiert modernen Manga
Tempel in Gifu freut sich über Beliebtheit von Jujutsu Kaisen Bild: Kyodo

Anzeige
Anzeige

Weitere Themen