Anzeige
HomeNachrichten aus JapanUnterhaltungNicht kindgerechte Episode aus Werbe-Anime der Präfektur Gunma gestrichen

Die Geschichte des kleinen Pferdes Gunma-chan sei teilweise für Kinder nicht geeignet

Nicht kindgerechte Episode aus Werbe-Anime der Präfektur Gunma gestrichen

In Japan besitzt jede größere Region ein eigenes Maskottchen, für die Präfektur Gunma ist es ein Pferdchen namens Gunma-chan. Die Figur ist so beliebt, dass sie beim Ranking der beliebtesten Maskottchen jedes Jahr auf den vorderen Plätzen zu finden ist, gemeinsam mit international bekannten Charakteren wie Kumamon.

Anzeige

Im Oktober 2021 wurde Gunma-chan sogar mit einem eigenen Anime geehrt, von dem jede Woche eine neue Episode in ganz Japan erscheint. Die Serie begleitet das frühreife Maskottchen und seine Freunde, wie sie gemeinsam die Präfektur Gunma und seine Besonderheiten erkunden. Mitte Dezember sollte eine neue Episode über die Bildschirme flimmern, die es aber nie ins Fernsehen geschafft hat.

Gunma in all seinen Facetten

In der Folge sehen sich Gunma-chan und seine Begleiter ein Bootsrennen an. Solche Wettbewerbe sind in Japan ebenso beliebt wie Pferde- oder Radrennen, gerade deswegen, weil man darauf in Japan ganz legal wetten darf. Gemeinsam mit dem älteren Pferd Ojisan wetten die Freunde auf die Rennen und gewinnen zuerst. Dann lassen sie sich aber hinreißen und verlieren alles, sodass sie sich die Heimfahrt nicht mehr leisten können. Durch einen Tipp können sie eine letzte Wette gewinnen und kommen so doch wieder gut zu Hause an. Ojisan bittet die Freunde, die Ereignisse des Tages geheim zu halten.

LESEN SIE AUCH:  Die Präfektur Gunma – das wortwörtliche Zentrum von Japan

Bereits im Oktober 2020 geriet der Werbe-Anime bei der Broadcasting Ethics & Program Improvement Organization (BPO) auf Liste, nachdem sich Zuschauer darüber beschwert hatten, dass die Geschichte damals auf einer Radrennbahn spielte. Ob deswegen entschieden wurde, die Episode nicht im Fernsehen zu zeigen, dazu äußerten sich die Verantwortlichen bisher nicht. Die Serie spielt immer wieder an realen Schauplätzen in Gunma, die Rennbahn sowie die Strecke im Anime waren in beiden Fällen aber völlig fiktiv.

Im jährlichen Ranking der Präfekturen landet Gunma häufig auf den letzteren Plätzen, was vom Gouverneur der Präfektur bereits mehrmals angeprangert wurde. Er gab sogar schon eine eigene Umfrage in Auftrag, um die Ereignisse der offiziellen Umfrage anfechten zu können. Auch die Entscheidung, die Anime-Episode nicht zu zeigen, stößt beim Gouverneur auf Kritik. Für ihn greift die Geschichte einen bestehenden Trend auf. In Anime wie „Demon Slayer“ oder „One Piece“ würden die Kinder mit ganz anderen Dingen konfrontiert werden.

Anzeige

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Inhalt laden

Entscheidung wird diverse diskutiert

Anzeige

Im Vergleich zu anderen Anime sind die Abenteuer von Gunma-chan schon wenig spektakulär. Auf der anderen Seiten äußerte sich viele Menschen in den sozialen Netzwerken zu der Geschichte und äußerte ihre Verwunderung, dass die Präfektur Gunma in einem Werbe-Film für die Region Glücksspiel thematisiert. Einige argumentieren, dadurch, dass die Figuren verlieren, würde den Kindern die Gefahr des Glücksspiels gezeigt und deswegen sollten sie die Möglichkeit bekommen, den Anime sehen.

Einige andere weisen darauf hin, dass auch die beliebten Kapsel-Automaten oder Sammelkarte-Spiele eine Form von Glücksspielen seien und bei den Kindern sehr beliebt wären. Bisher bleibt die betreffende Geschichte weiterhin unter Verschluss, sodass es schwer ist, ein objektives Urteil zu fällen.

Anzeige
Anzeige