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Dringende Nachbesserungen der Organisation bei japanischen Firmen nötig

Unternehmen aus Tokyo unzureichend auf Verkehrschaos während Olympia vorbereitet

Die Olympischen Spiele im Sommer 2020 in Tokyo stellen auch viele Unternehmen vor Herausforderungen. Da sehr viel Verkehr erwartet wird, müssen Unternehmen aus Tokyo sich überlegen, wie sie diesen umgehen möchten. Dabei sind viele in ihrer Planung noch nicht sehr weit.

Großes Verkehrschaos wird erwartet

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Die Industrie- und Handelskammer Tokyos führte unter den etwa 500 Unternehmen, die zentral in Tokyo operieren, eine Umfrage durch, bei der diese zu ihrer Strategie während der Olympischen Spiele befragt wurden. Dabei gaben 44,3 Prozent der insgesamt 475 befragten Unternehmen zu, dass sie sich noch keine Strategie zurechtgelegt hätten.

Eine Strategieentwicklung ist besonders wichtig, da durch die Sporttouristen mit einem extrem hohen Verkehrsaufkommen in und um Tokyo gerechnet wird. Wenn dann auch noch die Unternehmen mit ihren Firmen- und Pendlerverkehr dazu stoßen, wird die Verkehrsbelastung noch höher. Das Organisationskomitee der Spiele geht davon aus, dass das Verkehrsaufkommen doppelt so hoch wird, wie in einem Jahr ohne Olympische Spiele.

Unternehmen sollen ihre Zeiten anpassen

Um dies zu vermeiden, fordert das Organisationskomitee die Unternehmen auf, ihre Mitarbeiter in der Zeit der Olympischen Spiele zur Heimarbeit zu ermutigen oder mit gestaffelten Bürozeiten zu operieren. Damit würde der Pendlerverkehr stark reduziert. Auch der Warenverkehr soll nicht zu Staus führen, deshalb sollen die Lieferzeiten und –wege in der Olympia-Zeit angepasst werden.

Doch die Unternehmen haben sich noch nicht ausführlich mit diesen Vorschlägen beschäftigt. Der Umfrage zufolge gaben nur 5,1 Prozent an, dass sie begonnen haben, die Angelegenheit intern zu diskutieren; 3,4 Prozent haben die Problematik mir ihren Kunden gesprochen. Nur 0,6 Prozent gaben an, momentan an einem Aktionsplan zu arbeiten. Theoretisch sind allerdings 80,3 Prozent der Unternehmen bereit, ihre Geschäftstätigkeit zu ändern, um die Überlastung zu vermeiden.

Vielfältige Probleme erschweren den Unternehmen die Planung

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Die Unternehmen stehen jedoch vor vielfältigen Problemen, die eine praktische Umsetzung verhindern. Arbeitskräftemangel sowie die geplante Verbrauchersteuererhebung ab Oktober seien dringlichere Probleme. Auch Schwierigkeiten bei der Sicherung der Arbeiter in Randzeiten (49,9 Prozent), Unverständnis von Seiten der Kunden (41,5 Prozent) oder zusätzliche Kosten (29,7 Prozent) führen dazu, dass es noch keine konkreten Pläne gibt. Sowohl die Unternehmen als auch das Organisationskomitee wollen aber weiter an Lösungen arbeiten, um ein Verkehrschaos während Olympia zu vermeiden.

Quelle: kyodo

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