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Unternehmen bietet besondere Versicherungen für Demenzkranke an

Mehrere japanische Versicherungsunternehmen bieten seit Jahresbeginn besondere Versicherungen für Demenzkranke an.

Auch wenn Japans Wirtschaft boomt, wird die Bevölkerung immer älter. Das bedeutet leider auch, dass es immer mehr Menschen im Land gibt, die an Demenz erkranken. Während man nach wie vor nach einem Heilmittel sucht, versuchen mehrere Versicherungsunternehmen in Japan den Betroffenen auf eine andere Art zu helfen.

So bietet Mitsui Sumitomo Insurance seit neustem eine Versicherungspolice an, die sich direkt an Demenzpatienten wendet. So deckt sie unter anderem Unfälle mit Fußgängern ab, die beim Fahrradfahren verursacht werden. Allgemein ist man gegen sämtliche Entschädigungsansprüche abgedeckt, die von Opfern gefordert werden.

Auch falls man auf die Gleise läuft und dadurch den Zugverkehr behindert, kommt die Versicherung für den Schaden auf. Japan ist sehr streng, was den öffentlichen Zugverkehr angeht. Jede noch so kleine Verzögerung, die durch eine Person verursacht wird, wird mit hohen Geldstrafen geahndet.

2007 sorgte der Tod eines Rentners deswegen für viel Aufsehen. Der 91-jährige Demenzkranke verirrte sich auf Bahngleise und wurde von einem Zug getötet. Das Eisenbahnunternehmen verklagte deswegen die Familie auf Schadensersatz. Der Fall wurde vor Gericht verhandelt und die Familie wurde 2016 schließlich von allen Kosten freigesprochen.

Aber auch Tokio Marine und Nichido Insurance bieten neue Policen an. Darunter auch eine für durch Demenzkranke verursachte Autounfälle. Zwar muss man in Japan ab einem bestimmten Alter einen Demenztest machen, wenn man einen Führerschein hat, trotzdem werden viel Unfälle immer noch von älteren Menschen verursacht.

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