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Arbeitskräftemangel

Unternehmen in Japan kämpfen um Arbeitskräfte bevor der Tourismus wieder startet

Die Tourismusbranche in Japan hat unter der Pandemie stark gelitten, doch für die Unternehmen geht es langsam wieder voran, da die Infektionszahlen mittlerweile auf einem konstant niedrigen Niveau sind.

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Die japanische Regierung arbeitet daran, die Reisesubvention wieder zu starten und es gibt erst zaghafte Überlegungen, Touristen aus dem Ausland wieder ins Land zu lassen.

Unternehmen fehlen Arbeitskräfte

Gute Nachrichten für die Tourismusbranche in Japan, wenn es da nicht ein Problem gäbe: fehlende Arbeitskräfte.

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Da durch die Pandemie viele Arbeitsplätze in der Branche gestrichen wurden, haben sich die Menschen umorientiert, viele sind zum Beispiel in die Landwirtschaft, insbesondere als Erntehelfer, gegangen, da durch die Pandemie kaum ausländische Arbeitskräfte ins Land gekommen sind. So jedenfalls im vergangenen Jahr.

In diesem Jahr sind viele dieser Menschen in die Großstädte gezogen, in der Hoffnung, dort Arbeit zu finden.

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Nun stehen allerdings nicht nur Bauernhöfe vor einem Problem, denn es fehlen schlagartig viele Erntehelfer, auch die Tourismusbranche sucht Arbeitskräfte, die aber nicht zur Verfügung stehen.

Dies macht sich zum Beispiel in der Präfektur Hokkaido bemerkbar, in das sehr beliebtes Wintersportgebiet Niseko liegt. Die beiden Städte Kutchan und Niseko haben zusammen etwa 20.000 Einwohner, zu wenig, um den Betrieb des Gebiets im Winter zu ermöglichen.

Zahl der Arbeitssuchenden sinkt

Man ist in der Region also auf eine große Anzahl von Arbeitskräften angewiesen, nur ausländische Arbeitskräfte können aktuell nichts ins Land und die Zahl der arbeitssuchenden Menschen in der Region geht kontinuierlich zurück.

Seit Juli ist die monatliche Zahl der verfügbaren Arbeitsplätze in den sechs Städten und Dörfern am Fuße des Mount Yotei, in und um Niseko, höher als im gleichen Monat des letzten Jahres.

Das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Bewerbern lag im August bei 1,20 – viel höher als die 0,93 im gleichen Monat des Vorjahres.

Dies führt dazu, dass die Unternehmen mittlerweile versuchen, Mitarbeiter mit mehr Gehalt anzulocken. Das örtliche Arbeitsamt in Kutchan listet mittlerweile nicht wenige Jobs mit einem Monatseinkommen von über 300.000 Yen (ca. 2.330 Euro).

Sollte sich der Arbeitskräftemangel allerdings trotzdem nicht bessern, kann die Ski-Sesaon in diesem Jahr nur mit halber Kraft gefahren werden.

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