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Curry, Reis mit Rindfleisch und Bentos sollen Hunger von Schülern stillen

Unternehmen in Japan verteilen billige Gerichte für Kinder, die Zuhause bleiben müssen

Zurzeit haben viele Schulen in Japan geschlossen. Für viele Eltern ist das ein großes Problem. Zum einen können sie auf die Kinder nicht aufpassen und anderseits fällt die Essensversorgung nun weg. Einige Unternehmen versuchen deswegen zu helfen und bieten in den Städten billige Menüs für Kinder an.

Newton Corp. steht hinter einer der Aktionen und versucht mit den reduzierten Gerichten Familien zu helfen. Sie betreiben die Pasela Karaoke Kette und Unterhaltungsbetriebe in Shinjuku, Tokyo und anderen Städten. Seit dem 5. März gibt es in drei Standorten in Tokyo reduzierte Mahlzeiten für Kinder von drei bis fünf Jahren sowie Grundschulkinder für nur 85 Cent. Seit dem 9. März gibt es drei weitere Anlaufstellen in Osaka und Yokohama. Bis Ende des Monats soll das Angebot gelten. Es könnte aber eine Verlängerung geben, wenn sich die Lage nicht verbessert.

Bento-Lieferservice hilft ebenfalls

Tatsächlich besuchten viele Mütter mit ihren Kindern die Standorte. Die Eltern sind froh, dass sie für so wenig Geld Curry und Salat bekommen. Einige haben nicht die Zeit jeden Tag zu kochen oder es mangelt ihnen an Geld. Andere Unternehmen versuchen deswegen ebenfalls in der schwierigen Situation zu helfen.

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Watami Co., die einen landesweiten Bento-Lieferdienst betreiben, bieten seit dem 9. März gleichermaßen Rabatte für alle Schüler von geschlossenen Schulen an. Bentos kosten normalerweise pro Woche 25 Euro und sind nun bis zum 3. April kostenlos. Nutzer müssen lediglich die 8,50 Euro Liefergebühren pro Woche bezahlen. Allerdings ist der Service so gefragt, dass er nach 500.000 Bestellungen keine weiteren Anmeldungen annimmt.

Aus diesem Grund bietet Watami zusätzlich Familien-Rabatt an, wenn man zwischen dem 16. März und 24. April zwei Bentos gleichzeitig bestellt. Das Unternehmen will so Eltern ermutigen, den Service zu nutzen.

Mehr Firmen sollen Aktionen zur Unterstützung starten

Die Fastfood-Kette Yoshinoya Co. bietet auch reduzierte Preise für Kinder an. Rindfleisch-Schüsseln kosten unabhängig von der Größe bis zum 31. März für Kinder bis 12 Jahre nur 68 Cent. Kinder müssen beim Kauf der Schüsseln nicht anwesend sein und es sind nur drei Portionen pro Kunde erlaubt. Yoshinoya ist dafür bekannt, dass sie Schulkindern helfen. In den Ferien bieten sie ebenfalls reduzierte Preise an, um Familien mit Schwierigkeiten zu helfen.

Lawson Inc. hat hingegen schon vor einigen Tagen bekannt gegeben, dass sie Reisbällchen an Kindertagesstätte und Betreuungseinrichtungen verschenken. Um die 5.000 Einrichtungen in allen 47 Präfekturen haben das Angebot angenommen. 380.000 Reisbällchen sollen dabei um die 200.000 Kinder satt machen. Lawson verspricht, dass sie alle Anfragen der Kindereinrichtungen einbeziehen.

Die Großzügigkeit der Unternehmen hilft dabei nicht nur den Familien. Seiichiro Samejima vom Ichiyoshi Research Institut Inc. erklärt, dass mit solchen Aktionen gleichzeitig das Ansehen der Unternehmen steigt. Allerdings sind ihre Möglichkeiten zum Helfen aufgrund der Kosten nur begrenzt. Aus diesem Grund ruft er dazu auf, dass weitere Firmen Aktionen starten, um den Familien und Kindern zu helfen.

MS

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