Anzeige
HomeNachrichten aus JapanUnternehmen in Tokyo versuchen, Strom zu sparen

Nur kleine Maßnahmen möglich

Unternehmen in Tokyo versuchen, Strom zu sparen

Die Stadtverwaltung von Tokyo hat Unternehmen und alle Einwohner am Dienstag zum dritten Mal dazu aufgerufen, Strom zu sparen, da befürchtet wird, dass das Stromnetz durch die Hitzewelle zu stark überlastet wird.

Anzeige

Mittlerweile haben einige Unternehmen ihre Mitarbeiter bereits dazu angehalten, von zu Hause aus zu arbeiten. Auch das Ausschalten des Lichts in den Büros ist inzwischen normal. Allerdings sind die Möglichkeiten, mehr Strom zu sparen, damit quasi bereits ausgeschöpft.

Viele Unternehmen tun sich beim Sparen von Strom schwer

„Um ehrlich zu sein, ist der Versuch, Strom zu sparen, schwierig“, so ein Sprecher eines Elektronikherstellers gegenüber den japanischen Medien. Die Aufforderung der Stadtverwaltung bezeichnete der Sprecher als Maßnahme ohne Zähne und daher auch nur mit einer begrenzten Wirkung.

LESEN SIE AUCH:  Japan ruft erneut zum Stromsparen auf

Auch andere Unternehmen versuchen, Strom zu sparen. So senkt die Supermarktkette Summit beispielsweise nachmittags in allen 120 Filialen in der Umgebung von Tokyo die Beleuchtung der Regale für Kühl- und Tiefkühlprodukte.

Das letzte Mal, dass das Unternehmen solche Maßnahmen ergriffen hat, war nach der Katastrophe 2011 in Ostjapan.

Anzeige

Die Betreiber der Ito-Yokado-Einkaufszentren planen, ab dem 1. Juli umfassende Maßnahmen zur Energieeinsparung durchzuführen. In 98 Geschäften in Tokyo und acht Präfekturen in den von Tokyo Electric Power versorgten Gebieten wurde der Zeitplan jedoch vorverlegt. Auf einem Plakat werden die Kunden darüber informiert, dass die Beleuchtung und die Klimaanlagen der Filiale angepasst wurden.

Franchise-Ketten versuchen, kleine Maßnahmen umzusetzen

Seven-Eleven Japan bat rund 8.800 Franchisenehmer in und um Tokyo, Energie zu sparen, indem sie die Fritteusen ausschalten oder sie im Energiesparmodus betreiben.

Die Geschäfte wurden außerdem aufgefordert, Getränke seltener nachzufüllen, damit die Kühlschränke nicht so oft geöffnet werden müssen, für heißes Wasser nur eine elektrische Kanne zu verwenden und die Toilettensitzheizungen in den Badezimmern abzuschalten.

Lawson dimmte die Beleuchtung in seiner Zentrale in Tokyo zwischen 15.00 und 18.00 Uhr und hat seine Mitarbeiter gebeten, ihre Computer mit Akkus zu betreiben.

Zudem fordert das Unternehmen seine Franchisenehmer dazu auf, bereits bestehende Energiesparmaßnahmen genauestens umzusetzen.

FamilyMart fordert von seinen Franchisenehmern, die Beleuchtung um etwa 60 Prozent zu senken sowie die Schilderbeleuchtung der Geldautomaten auszuschalten.

Immobiliengesellschaften, denen viele Bürogebäude im Großraum Tokyo gehören, dimmten die Beleuchtung und reduzierten die Anzahl der Aufzüge, um so Energie zu sparen.

Mori Building hat zudem beschlossen, die Beleuchtung an den Wänden von Roppongi Hills gleich ganz abzuschalten.

Die East Japan Railway (JR East) versucht, Energie zu sparen, indem sie z. B. Rolltreppen außerhalb der Hauptverkehrszeiten ausschaltet und einige elektronische Anzeigen und Fahrkartenautomaten abschaltet.

Anzeige
Anzeige