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Neue Richtlinien sollen Abstürze vermeiden

Unzureichende Wartung von automatischen Parkhäusern führt zu abstürzenden Parkplattformen in Japan

Ein Gremium der japanischen Regierung warnt vor Problemen mit automatischen Parkhäusern, die in Wohnhäusern eingebaut wurden. Durch unzureichende Inspektionen sind bereits einige der Parkplattformen, auf denen die Autos geparkt und transportiert werden, abgestürzt.

Die Kommission zur Untersuchung der Verbrauchersicherheit, die der Behörde für Verbraucherangelegenheiten unterstellt ist, veröffentlichte am 18. Februar eine schriftliche Empfehlung an das Verkehrsministerium, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass stark beanspruchte Bauteile regelmäßig angemessen ersetzt werden.

Immer mehr Unfälle in automatischen Parkhäusern

Laut des japanischen Verkehrsministeriums gab es zwischen dem Geschäftsjahr 2017 und 2019 mehr als 11 Fälle von heruntergefallenen Parkplattformen in automatischen Parkhäusern.

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Bewohner von Wohnhäusern, in denen sich diese Unfälle ereigneten, baten das Ministerium, die Unfälle zu untersuchen.

Die Untersuchung ergab, dass einer dieser Unfälle durch ein gerissenes Drahtseil zum Heben und Senken einer Plattform verursacht wurde. Zwei weitere Unfälle wurden durch Defekte an einem Antriebsmotor ausgelöst.

Die Parkhäuser, in denen sich diese drei Unfälle ereigneten, waren zwischen 2003 und 2007 gebaut worden. Die Komponenten waren ein bis zehn Jahre über den von den jeweiligen Herstellern empfohlenen Zeitraum des regelmäßigen Austauschs hinaus im Einsatz.

Unzureichende Aufklärung der Mieter

Bei allen drei untersuchten Unfällen wurden die Parkhäuser gemäß den Richtlinien des Verkehrsministeriums regelmäßig alle drei Monate überprüft. Bei diesen Überprüfungen wurde jedoch die der Verschleiß der Komponenten übersehen, was schließlich zu den Unfällen führte.

Die Wartungsdienstleister hatten den Mieterversammlungen der Mehrfamilienhäuser, denen die Garagen gehören, empfohlen, die fraglichen Komponenten zusammen mit anderen Geräten auszutauschen.

Die Dienstleister klären allerdings nicht über mögliche Risiken auf, sodass die Mieter einen Austausch nicht als Notwendig ansahen.

Das Verkehrsministerium wurde daher aufgefordert, die Liste der Kontrollpunkte in seinen Richtlinien zu überarbeiten und direkte Inspektionen der Komponenten sowie Bestätigungen der Funktionsfähigkeit der Ausrüstung zu empfehlen.

„Wir werden Gespräche mit Herstellern und anderen Parteien im Hinblick auf die Empfehlungen“, so ein Sprecher des Verkehrsministeriums.

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