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HomeNachrichten aus JapanUS-Botschafter setzt sich in Japan für die Akzeptanz von LGBTQ-Personen ein

Rahm Emanuel macht seinen Standpunkt deutlich

US-Botschafter setzt sich in Japan für die Akzeptanz von LGBTQ-Personen ein

In Japan hat sich in den letzten Jahren die Situation für LGBTQ-Personen deutlich verbessert. Trotzdem gibt es immer noch Diskriminierungen und fehlende Gesetze zur Gleichstellung. So gibt es unter anderem kein Schutzgesetz für sexuelle Minderheiten. Aus dem Grund setzt sich US-Botschafter Rahm Emanuel in Japan für mehr Akzeptanz ein.

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Am 22. April sprach Emanuel in einem Interview mit Kyodo News über LGBTQ-Menschen in Japan. Er betonte, wie wichtig es ist, Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung zu akzeptieren. Lesben und Schwule sollten als Teil einer offenen Gesellschaft anerkannt werden.

LGBTQ-Menschen sind Mitglieder der Gesellschaft

So erklärte der Botschafter, dass das Ziel eine Gesellschaft sei, in der sich jeder wertgeschätzt und von Bedeutung fühlt. Jeder Mensch sollte das Gefühl haben, dass er ein verantwortungsbewusstes Mitglied der Gemeinschaft ist. LGBTQ-Personen seien auch Familienmitglieder und leisten ihren Beitrag zu Gesellschaft, ihre Sexualität sei dabei nur ein Teil ihrer Identität.

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Emanuel machte deutlich, dass es sich am Ende um zwei Menschen handelt, die sich lieben und bereit sind, sich zu verpflichten, um ein liebenswertes Zuhause zu schaffen. Für ihn sei das ein sehr traditioneller Wert, der überhaupt nicht radikal ist.

In seiner Heimat hatte sich Emanuel, der als Bürgermeister von Chicago und Stabschef des Weißen Hauses unter Präsident Barack Obama tätig war, aktiv für die gleichgeschlechtliche Ehe eingesetzt. In Japan ist die Ehe für LGBTQ Personen weiterhin nicht möglich, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung sie akzeptieren würde und sich die Opposition für sie ausspricht. Dazu gibt es mittlerweile mehr als 140 Kommunalverwaltungen, die LGBTQ-Paare anerkennen.

US-Botschafter läuft bei der Tokyo Rainbow Pride mit

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Der Botschafter lobte diese Bemühungen, auch wenn Japan damit nur langsam toleranter wird. Mit Tokyos Ankündigung, ebenfalls ein System für die ganze Präfektur einzuführen, könnte sogar der entscheidende Schritt zur gleichgeschlechtlichen Ehe gemacht werden.

Um seine Unterstützung öffentlich deutlich zu machen, wird Emanuel an der Tokyo Rainbow Pride teilnehmen, die heute stattfindet. Er will dabei die Werte der Inklusion, die Schaffung einer größeren Familie und ein Gemeinschaftsgefühl vermitteln.

Japan befindet sich laut ihm in einer Phase des politischen Wandels von unten nach oben, der landesweit zu spüren ist. Emanuel schaut dabei hoffnungsvoll in die Zukunft und wartet auf den Tag, an dem nur noch von der Ehe gesprochen wird und es keine Unterschiede mehr gibt.

  • Themen im Artikel:
  • LGBT
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