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Übungen stellen für Bevölkerung eine Gefährdung dar

US-Militär führt trotz Bitte erneut Fallschirmtraining in Okinawa durch

Nach wie vor hat das US-Militär in Japan keinen guten Ruf. Zum größten Teil bemühen sie sich auch nicht darum, das zu ändern. Immer wieder kommt es zu Vorfällen und anderen Problemen. So gab es zuletzt in Oita Ärger, wo es trotz Abmachung spät abends noch Waffenübungen gab. Am Donnerstag führten nun Soldaten in Okinawa ein Fallschirmtraining durch, obwohl sie gebeten wurden, so etwas sein zu lassen.

Die US-Soldaten stammen von der Kadena Air Base, die in der Vergangenheit schon öfter für Ärger gesorgt hatte. Die Übung war die erste seit Oktober 2019. Zuvor hatten die Präfektur und die lokale Regierung um das Aussetzen der Übungen gebeten, da sie nicht die Sicherheit der Bewohner garantieren können.

Abkommen bittet um Verzicht auf die Übungen

In einem Abkommen von 1996 einigten sich die amerikanische und japanische Regierung. Fallschirmtraining sollte nur auf dem Hilfsflugplatz auf Ie Island stattfinden und Übungen an der Kadena Basis sollten eine Ausnahme bleiben.

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Den zweiten Punkt ignorierte das Militär jedoch gekonnt und führte immer wieder das Training in Kadena durch. Allein 2019 gab es vier Übungen, was sich schlecht nur als Ausnahmen darstellen lässt. Die Amerikaner versichern jedoch, dass sie sich an die Reglung halten.

Bürgermeister ist verärgert

Gegenüber der Stadtregierung gab das Militär an, dass sie von der Basis aus probten, da das Wetter auf der Ie Island schlecht war. Dafür haben sie eigens eine Benachrichtigung zu dem Training an die Behörden geschickt. Der Bürgermeister von Kadena, Iroshi Touyama, gibt sich mit der Erklärung nicht zufrieden.

Gegenüber Reportern gab er an, dass der Vorfall sehr bedauerlich sei. Diejenigen in der hohen Position sollten sich laut ihm darum bemühen, die Bürger einer Gemeinde zu schützen. Weswegen Touyama die Übungen nicht zulassen möchte, auch wenn sie unter dem Deckmantel der Ausnahmen läufen. Das US-Militär gab zu dem Vorfall bis jetzt keinen Kommentar.

NHK

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