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USA nehmen die Situation ernst

US-Präsident bekräftigt in Japan Bemühungen Entführungsopfer aus Nordkorea zurückholen zu wollen

US-Präsident Joe Biden traf sich auf seiner Japan Reise mit Familienangehörigen von Entführungsopfern, die nach Nordkorea verschleppt wurden und versprach, dass die USA sich weiterhin bemühen werden, diese Menschen zurückzuholen.

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Die Familienangehörigen der Entführten sagten auf einer Pressekonferenz, das Treffen mit Biden habe etwa 30 Minuten gedauert.

US-Präsident versichert, dass sein Land die Entführungen ernst nimmt

„Uns wurde versichert, dass die USA das Problem der Entführungen weiterhin ernst nehmen werden“, sagte Takuya Yokota, Vorsitzender der Vereinigung der Familienangehörigen der Entführten, auf der Pressekonferenz. „Nordkoreas größte Sorge gilt den USA. Das Engagement Japans und der USA, bei der Lösung des Problems zusammenzuarbeiten, hat uns Mut und Kraft gegeben.“

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Der US-Präsident sprach mit allen Familienmitgliedern und wich damit von dem ursprünglichen Plan ab, sich nur mit den Vertretern der Familien zu treffen.

Dies war das vierte Treffen zwischen Familienmitgliedern der Entführten und einem US-Präsidenten, nach George W. Bush im Jahr 2006, Barack Obama im Jahr 2014 und Donald Trump im Jahr 2017.

17 Entführungsopfer wurden nach Nordkorea verschleppt

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Nach Angaben der japanischen Regierung hat Nordkorea in den 1970er und 1980er-Jahren mindestens 17 japanische Staatsbürger entführt, 12 werden weiterhin vermisst.

Unter den Entführten sind Schulkinder und viele Menschen, die an der japanischen Künste lebten. Die meisten wurden in kleinen Booten über das Meer nach Nordkorea gebracht.

Grund für diese Entführungen ist offenbar, dass Nordkorea sie zu Spionen ausbilden wollte. Es wird allerdings auch vermutet, dass man Agenten mit ihrer Identität ausstatten wollte, damit sie in Südkorea spionieren.

Nordkorea hatte 2002 zugegeben, 13 japanische Staatsbürger entführt zu haben und erlaubte fünf von ihnen die Heimkehr. Acht Entführungsopfer sollen ums Leben gekommen sein und das Land bestritt, dass die anderen vier vermuteten Entführungsopfer jemals in Nordkorea waren. Zwar wurde versprochen, dass die Angelegenheit untersucht wird, seitdem ist aber nichts mehr passiert. Zuletzt verneinte das Land die Entführungen 2018 bei Gesprächen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Keine Bewegung seitens Nordkoreas

Japans Regierung hat die Angelegenheit zu einer politischen Priorität gemacht und Nordkorea aufgefordert, alle verbleibenden Entführten unverzüglich zurückzugeben. Der japanische Premierminister Fumio Kishida hat seine Bereitschaft erklärt, sich ohne Vorbedingungen mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un zu treffen, aber bisher wurde nicht darauf reagiert.

Japan und Nordkorea unterhalten keine diplomatischen Beziehungen und die Bemühungen um eine Lösung sind seit fast einem Jahrzehnt weitgehend ins Stocken geraten, da Nordkorea Atomwaffen und Raketen entwickelt und Japan daraufhin Sanktionen verhängt hat.

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