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Sicherheitsvertrag wird in diesem Jahr neu verhandelt

USA drängen auf größeren Sicherheitsbeitrag von Japan

Der stellvertretende Außenminister für Korea und Japan des US-Außenministeriums sagte am Freitag, dass Japan zu den Ländern gehört, das mehr Geld für die Sicherheitsallianz mit Washington bereitstellen sollte. Außerdem sagte er, dass Japan nicht abhängig ist, sondern ein Verbündeter.

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Mark Knapper machte die Äußerungen, nachdem der US-Außenminister und die Verteidigungsminister in einer gemeinsamen Stellungnahme für eine Kontroverse gesorgt hatten. In der Stellungnahme hatten sie Südkorea dazu gedrängt, einen größeren Anteil an den Kosten, die den USA durch das Sicherheitsabkommen entstehen, zu übernehmen.

Japan soll mehr zahlen

Der in der letzten Woche im Wall Street Journal veröffentlichte Kommentar trug den Titel „Südkorea ist ein Verbündeter, kein Abhängiger“.

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Knapper sagte auf einer Pressekonferenz in Washington, er könne nicht sagen, ob der Inhalt des Kommentars speziell für die bevorstehenden Verhandlungen mit Japan über die sogenannte Unterstützung gilt.

Aber er sagte, Japan ist eindeutig nicht abhängig von den Vereinigten Staaten und betonte, dass die Beziehungen in Sicherheitsfragen gleich sein sollten.

Verbündete der USA können mehr tun

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„Wie Präsident Donald Trump oft angedeutet hat, glauben wir, dass unsere Verbündeten mehr tun können und sollten. Dies gilt nicht nur für Korea, sondern auch für andere Verbündete auf der ganzen Welt. Und ich würde sagen, das schließt Japan ein“, so Knapper.

In ihrem Kommentar sagten Außenminister Mike Pompeo und Verteidigungsminister Mark Esper: „Südkorea trägt nicht mehr als ein Drittel der Kosten, die unmittelbar mit der Stationierung der US-Streitkräfte auf der koreanischen Halbinsel verbunden sind.“

Der Artikel hat selbst innerhalb der Vereinigten Staaten Kritik hervorgerufen. Die Washington Post schrieb, dass der Kommentar Unbehagen in Seoul verursacht habe, weil Südkorea eher als Abhängiger und nicht Verbündeter in Verhandlungen gesehen wird.

Südkorea wurde aufgefordert, etwa das Fünffache des Vorjahres zu zahlen. Das Kostenteilungsabkommen zwischen Washington und Seoul lief Ende letzten Jahres ohne ein neues offizielles Abkommen aus.

Japan zahlt zurzeit 200 Millionen Yen an die USA

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Japans Unterstützung durch die USA belaufen sich auf fast 200 Millionen Yen pro Jahr. Das deckt die Kosten für Basisarbeiter, Versorgungsunternehmen und andere Güter. Die derzeitige Vereinbarung läuft nach März 2021 aus.

Knapper sagte nicht genau, wann die Verhandlungen mit Japan in diesem Jahr beginnen werden, nur, dass sie in der Regel mehrere Monate dauern.

Nach dem japanisch-amerikanischen Sicherheitsvertrag sind in Japan rund 54.000 US-Soldaten stationiert. Südkorea beherbergt rund 28.500 US-Soldaten.

US-Präsident Donald Trump sagte im vergangenen Jahr, dass Japan mehr Geld zahlen sollte. Die japanische Regierung lehnte diese Forderung bereits mehrfach ab.

TJT

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