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Vaterschaftsurlaub wird in Japan nur wenig angenommen

Nur wenige Väter nehmen sich Zeit

In unserer heutigen Zeit nehmen auch Väter immer häufiger Vaterschaftsurlaub, wenn ihre Kinder geboren wurden. Japan ist weltweit führend in Bezug auf bezahlten Vaterschaftsurlaub, doch nur wenige Japaner nutzen ihn auch. Das geht aus einem neuen Bericht des Kinderfonds der Vereinten Nationen hervor, der auf gesetzlichen Ansprüchen aus dem Jahr 2016 basiert.

Der Bericht trägt den Titel „Sind die reichsten Länder der Welt familienfreundlich?“ und untersucht, wie leicht etwa Vater- oder Mutterschaftsurlaub in Ländern mit hohem und mittlerem Einkommen zu verwirklichen ist. Zudem wurde die Höhe des Urlaubs untersucht. Dabei war Japan das Land, das den längsten bezahlten Urlaub für Väter ermöglicht. Doch dieser wird nur von wenigen auch angenommen.

Mehr zum Thema:  Japans Regierungspartei will den Vaterschaftsurlaub verbindlich machen

Viele Japaner können und wollen keinen Vaterschaftsurlaub nehmen

„In Japan, dem einzigen Land, das mindestens sechs Monate bei voller Bezahlung für Väter anbietet, nahm 2017 nur einer von 20 Vätern bezahlten Urlaub“, heißt es in einer Pressemitteilung. Der Prozentsatz ist immer noch sehr niedrig, aber laut des japanischen Ministeriums für Gesundheit, Arbeit und Soziales stieg er im Jahr 2018 nun auf 6,16 Prozent an.

Die Gründe, dass der Vaterschafturlaub so selten genutzt wird, sind vielfältig. 45 Prozent der arbeitenden Väter gaben an, keinen Vaterschaftsurlaub nehmen zu wollen, während 35 Prozent zwar gerne gewollt hätten, aber nicht konnten. Der häufigste Grund, aus dem ein Vaterschaftsurlaub nicht möglich war, waren Personalengpässe. Danach folgte, dass Unternehmen keinen Vaterschaftsurlaub anbieten und eine „ungünstige Atmosphäre“ am Arbeitsplatz.

Nur etwa die Hälfte der Länder bieten Vaterschaftsurlaub an

Insgesamt ist der Vaterschaftsurlaub aber noch nicht in vielen Ländern so angekommen wie der Mutterschaftsurlaub. Von den 41 untersuchten Ländern gibt es nur in 26 Vaterschaftsurlaub, während 40 Mutterschaftsurlaub anbieten. Das liegt vor allem daran, dass solche Veränderungen Zeit brauchen, um in der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Eine Verfasserin des Berichts, Yekaterina Chzhen, sagte dazu: „Es muss gesellschaftlich akzeptabel für Väter werden, mindestens mehrere Wochen zu Hause zu bleiben, wenn ein Kind geboren wird. Manchmal gehen politische Veränderungen dem kulturellen Wandel voraus, sodass vielleicht in den kommenden Jahren die Mehrheit der Väter in Japan von ihren Ansprüchen auf Vaterschaftsurlaub Gebrauch machen wird.“

Die Gesamtliste des Berichts führt Estland an, da sie Müttern 86 Wochen Mutterschaftsurlaub anbieten. Danach folgen Ungarn mit 72 Wochen und Bulgarien mit 66 Wochen. Bei Müttern belegte Japan den 13. Platz, sie können bis zu 36 Wochen Mutterschaftsurlaub beantragen. Die USA sind das einzige Land, das weder Mutterschafts- noch Vaterschaftsurlaub anbietet. Neuseeland, Kanada und die Schweiz gehören zu den Ländern auf der Liste, die keinen Vaterschaftsurlaub anbieten.

Quelle: kyodo

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