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Veganer Seeigel findet Einzug in die Sushi-Restaurants

Sushi-Restaurants in Japan wollen veganen Uni

Für ein vegetarisches oder veganes Leben entscheiden sich immer mehr Menschen auf der Welt, auch in Japan. Es gibt immer mehr Restaurants, die sich auf diese Gäste einstellen und es kommen auch immer mehr Produkte, die totes Tier auf den Speisekarten ersetzen, das jüngste Beispiel ist uni (Seeigel).

Seeigel müssen aufwendig vom Meeresboden gefischt werden, damit man an ihre orangefarbenen Innereien kommt. Er gilt als Delikatesse in Japan und erfordert sehr viel Arbeit, um sie zu sammeln und frisch zu halten. Das macht sie zu einer teuren Speise. Eine 100-Gramm-Schachtel bester Uni aus Hokkaido kann leicht mehr als 5.000 Yen (ca. 42 Euro) kosten.

Seeigel in Japan sehr beliebt

Japan verbraucht zurzeit 80 Prozent des weltweiten Seeigel-Fangs und die Nachfrage steigt dank der weltweiten Popularität von Sushi. Doch wie bei so vielen Meereslebewesen sind auch die Bestände der Seeigel gefährdet.

Fuji Oil Holding, ein Hersteller von Schokolade und Sojaprodukten, stellte nun die erste Seeigel-Imitation vor, die aus aromatisierten Pflanzenölen und Zutaten auf Sojabasis hergestellt wird.

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Gourmets essen Seeigel wegen ihres frischen Geschmacks nach Meer, der beste Seeigel ist fest und löst sich dann in einer cremigen Textur auf der Zunge auf.

Die vegane Variante von Fuji Oil wird eher wie eine Zutat behandelt, die in einer Vielzahl von Gerichten verwendet werden soll und das Produkt kommt gut an. Eine Vielzahl von Sushi-Restaurants in Tokyo hat bereits Interesse gezeigt. „Wir müssen es zuerst probieren, aber ja – wir würden es in Betracht ziehen.“, so Yuki Haga, ein Sushi-Koch bei Gonpachi.

Durch die Überfischung haben Sushi-Restaurants allerdings auch keine große Wahl.

Milch schmackhafter als Milch

Fuji Oil, die auch vegane Thunfisch-Flocken herstellen, wurde kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet und war das erste japanische Lebensmittelunternehmen, dass Palmöl extrahierte. Das in Osaka ansässige Unternehmen bietet alles: von der Sojamilch, die in japanischen Starbucks verwendet wird, bis hin zu fleischlosen Burgern für Fastfoodketten. Ziel des Unternehmens ist es „Milch schmackhafter als Milch und Butter schmackhafter als Butter zu machen.“

Doch pflanzliche Lebensmittel sind nicht nur ein einfacher Trend, mittlerweile verspricht dieser Bereich auch gute Umsätze. Alleine in den USA stieg der Umsatz von fleischlosen Produkten 2018 um 20 Prozent auf 3,3 Milliarden US-Dollar. Außerdem werden diese Produkte von den Vereinten Nationen auch als Antwort auf eine bevorstehende globale Lebensmittelkrise gesehen.

„High-End-Restaurants könnten mit ihrer veganen Einheit die nächste Zielgruppe für Fuji Oil sein“, so Finanzanalysten.

Quelle: TJT, MA

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