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Verbrennungsanlagen sollen Japan beim Plastikmüllproblem helfen

Da China seit geraumer Zeit den Import von Plastikmüll verboten hat, stehen immer mehr Länder vor einem Problem: Wohin mit dem Müll?

Auch Japan ist keine Ausnahme, das Umweltministerium findet kaum noch Abnehmer für diesen Müll. Daher wurden nun die Präfekturverwaltungen angehalten, die Verbrennung der wachsenden Berge von Plastikmüll in Erwägung zu ziehen.

Japanische Unternehmen hatten ihren Plastikmüll als wiederverwertbaren Industrieabfall hauptsächlich nach China exportiert, doch das Land hatte die Einfuhr Ende 2017 verboten.

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Seitdem haben Industrieabfallentsorger in einigen japanischen Regionen, einschließlich Tokyo, Probleme, mit der Menge an Plastikabfällen fertig zu werden.

Im März führte das japanische Umweltministerium eine Umfrage durch. Das Ergebnis zeigte, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Kunststoffabfälle lagern.

Zwar fordert das Ministerium die Präfekturen nun zur Verbrennung auf, allerdings ist diese Empfehlung nicht bindend.

Von den 9 Millionen Tonnen Plastikmüll, die Japan pro Jahr produziert, werden ca. 7 Millionen Tonnen als Industriemüll behandelt. Die Dringlichkeit, die Plastikabfälle in Japan zu entsorgen, werden durch die Überarbeitung der Basler Konvention, die den Export regelt, verstärkt. Durch die Überarbeitung werden die internationalen Beschränkungen für die Ausfuhr umweltschädlicher Kunststoffabfälle ab 2021 verschärft.

Industrieabfallentsorger dürfen nach der Abfallverordnung des Umweltministeriums nur bis zur 14-fachen Menge, der pro Tag entsorgbaren Abfallmenge lagern. Allerdings haben einige Firmen bereits Probleme, diese Regel einzuhalten.

Quelle: MS

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