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Verheiratete Transgender-Frau möchte Geschlecht im Familienregister ändern lassen

Eine verheiratete Transgender-Frau, die als Mann geboren wurde und sich einer Geschlechtsangleichung unterzog, bat vor einem Gericht in Kyoto am 8. Februar darum, ihr Geschlecht im Familienregister ändern zu dürfen.

Sollte das Gericht dies genehmigen, könnte es ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in Japan sein.

Die Frau, die in den 50er-Jahren ein Unternehmen führte, argumentierte in dem vor dem Familiengericht in Kyoto geführten Prozess, dass ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glück durch das Gesetz über Sonderfälle im Umgang mit dem Geschlechterstatus von Menschen mit geschlechtsspezifischen Störungen verletzt würde.

Sie sagt, da das Gesetz eine Klausel enthält, die es verheirateten Menschen nicht erlaubt, das Geschlecht in ihrem Familienregister zu ändern, müsse sie sich erst scheiden lassen, um dies zu tun. Sie möchte nicht wählen zwischen ihrem Glück als Frau und ihrem Glück mit ihrer Familie. Die Frau reichte die Klage ein, um die Öffentlichkeit über diese Diskrepanz im Gesetz zu informieren.

Der Anwalt, der die Transgender-Frau vertritt, sagte, der Fall sei äußerst ungewöhnlich. Die Klage zielt darauf ab, gleichgeschlechtliche Ehen durch die Änderung des Familienregisters zu ermöglichen. In Japan gibt es aktuell kontroverse Diskussionen über die Rechtmäßigkeit von gleichgeschlechtlichen Ehen. Bisher werden sie nicht anerkannt.

Laut Gerichtsakten wurde die Transgender-Frau als Mann geboren und heiratete mit 29 Jahren eine Frau. Das Paar hat eine inzwischen erwachsene Tochter und lebt in Kyoto. 2014 unterzog sich die Klägerin einer Geschlechtsangleichung und lebt seitdem als Frau.

In ihrem Familienregister steht bei Geschlecht allerdings immer noch männlich, weswegen die Frau gezwungen sei, weiterhin einen Umkleideraum für Männer zu benutzen. Außerdem verweigerte ihr die Stadtverwaltung von Kyoto aus diesem Grund eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.

Nach dem 2004 in Kraft getretenen Gesetz ist die Umschreibung des Geschlechts im Familienregister nur Personen ab 20 Jahren erlaubt, die einer völligen Geschlechtsangleichung unterzogen wurden und nicht verheiratet sind. Die betreffenden Personen dürfen außerdem keine erwachsenen Kinder haben.

Die Frau sagte, eine Scheidung würde ihr verfassungsmäßiges Recht auf Glück und Gleichheit vor dem Gesetz verletzen. Ihre Familie unterstütze die Bemühungen der Frau, ihr Geschlecht im Familienregister angleichen zu lassen.

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