Vermisster 7 Jahre nach Tohoku-Erdbeben wieder aufgetaucht

Siebeneinhalb Jahre ist es her, dass in Japan zahlreiche Menschen durch das Tohoku-Erdbeben und den anschließenden Tsunami starben. Noch heute gelten mehr als 2.500 Menschen als vermisst.

Nun gab es am Dienstag allerdings eine unglaubliche Meldung. So viele Jahre nach der Katastrophe tauchte einer der Vermissten lebendig wieder auf. Die Präfektur Shiga bestätigte, dass sich Mitte August einer der Vermissten aus der Tohoku-Region bei ihnen meldete. Der 48-jährige Mann beantragte in der Präfektur einen Wohlfahrtsantrag, da es ihm finanziell nicht gut geht. Um den Antrag zu stellen, musste der Mann ein Dokument vorlegen, das seine Heimatadresse bestätigt. Das konnte er jedoch nicht vorlegen, woraufhin die Behörde die Gemeinde kontaktierte, in der er zuletzt registriert war.

Tohoku Erdbeben Zerstörung von Otsuchi
Bild: Wikimedia Commons

Die Familie meldete ihn 2 Monate nach dem Beben als vermisst

Die Beamten meldeten sich bei der Stadt Ishinomaki in der Präfektur Miyagi und standen vor einem neuen Problem: Die Stadt besaß das benötigte Dokument ebenfalls nicht, da der Mann seit der Volkszählung 2007 nicht mehr in der Stadt war. Aufgrund des Bruchs mit der Familie zog er von Präfektur zu Präfektur und schlug sich durchs Leben.

Er hielt jedoch in all den Jahren noch Kontakt zu einigen Familienmitgliedern. Kurz nach dem Erdbeben brach der Kontakt jedoch ganz ab und der Mann meldete sich mehrere Wochen nicht. Die Familie ging deswegen nach zwei Monaten davon aus, dass er sich im Katastrophengebiet aufhielt und meldete ihn als vermisst.

Noch immer hoffen Familien, dass Vermisste wieder auftauchen

Als die Beamten aus Shiga und Miyagi die Geschichte des Mannes rekonstruierten, benachrichtigten sie sofort die Familie. Sie bestätigte die Identität des Mannes und dass er eigentlich als vermisst gilt. Gesundheitlich geht es dem Mann laut Behörden gut. Seinen Namen veröffentlichten sie bis jetzt jedoch nicht. Es ist ebenfalls nicht klar, wieso er sich so lange nicht meldete und ob es ein großes Wiedersehen mit seiner Familie gibt.

Sicher ist jedoch, dass die Geschichte einigen anderen Familien Hoffnung macht. Die meisten haben jedoch mittlerweile mit dem Unglück abgeschlossen und gehen davon aus, dass ihre Verwandten tot sind. Sie hoffen nur noch darauf, dass ihre Leichen auftauchen, damit sie ihnen würdevoll die letzte Ehre erweisen können.

Das Tohoku-Beben verursachte auch die Havarie im Atomkraftwerk Fukushima.

Tohoku Erdbeben 2011 Map
Bild: Wikimedia Commons

Quelle: Jin, Kyodo News

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