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HomeNachrichten aus JapanVersicherung soll die Kosten der Wohnungsgenossenschaften durch "einsamen Tod" senken

Immer mehr Menschen sterben einen einsamen Tod

Versicherung soll die Kosten der Wohnungsgenossenschaften durch „einsamen Tod“ senken

In Japan wird eine Versicherung angeboten, die die Kosten der Wohnungsgenossenschaften übernimmt, wenn ältere Mieter alleine sterben und keine Verwandten ausfindig gemacht werden können.

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Der sogenannte „einsame Tod“ hat in Japan in den letzten Jahren zugenommen und sich zu einem sozialen Problem entwickelt.

Versicherung übernimmt anfallende Kosten bis in einer Höhe von 1 Million Yen

Das Versicherungsunternehmen Tokio Marine & Nichido Fire Insurance erklärte, dass es in einigen Fällen mehr als 1 Million Yen (ca. 7.066 Euro) koste, eine Wohnung zu reinigen und andere notwendige Arbeiten durchzuführen, um sie für den Wiederkauf vorzubereiten, nachdem der vorherige Bewohner gestorben ist.

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Im Rahmen der ab diesen Monat angebotenen Versicherung werden den Vorständen von Wohnungsbaugesellschaften die Kosten für die Reinigung und Desinfektion sowie die Kosten für die Beauftragung von Anwälten zur Ermittlung möglicher Erben erstattet.

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Die Kosten belaufen sich dabei auf etwa 50.000 Yen (ca. 357 Euro) pro Monat, maximal werden 1 Million Yen im Falle eines Todesfalls in einem Mehrfamilienhaus mit 100 Wohneinheiten übernommen.

Immer mehr Menschen in Japan sterben einen einsamen Tod

Laut Daten der japanischen Regierung leben 6,71 Menschen ab 65 Jahre allein. 40 Prozent mehr als noch im Jahr 2010. Daher steigt auch die Zahl der „einsamen“ Todesfälle.

Laut Daten der Stadtverwaltung von Tokyo starben 2019 3.913 ältere Menschen ohne Angehörige in der japanischen Hauptstadt. Ein Anstieg um 80 Prozent im Vergleich zu 2017.

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