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Verspätungen und Ausfälle bei Japans Zügen in den letzten Jahren angestiegen

Japans Züge sind für ihre Pünktlichkeit bekannt. Doch ab und zu kommt es häufig aufgrund höherer Gewalt doch zu Verspätungen. Im Vergleich zu anderen Ländern scheinen sich jedoch die Behinderungen immer noch in Grenzen zu halten. Eine Statistik des japanischen Verkehrsministeriums zeigt allerdings jetzt, dass die Ausfälle und Verspätungen in den letzten 30 Jahren zunahmen.

Alleine im letzten Geschäftsjahr verzeichneten die Bahnbetreiber 5.934 Verspätungen ab 30 Minuten oder komplette Ausfälle. Im Vergleich zu 1988 ist das fast 3,2-mal so viel. Schuld an den Problemen sind allerdings äußere Auswirkungen, gegen die Bahnbetreiber nichts ausrichten können. Bei 41,4 Prozent verursachten Menschen oder Tiere, die Schienen blockierten, oder Feuer auf den Strecken Verspätungen. Das ist sechsmal so viel wie im Geschäftsjahr von 1988.

Naturkatastrophen wie Taifune, Schneestürme oder Erdbeben machen 34,07 Prozent der Gesamtzahl aus. Besonders im letzten Jahr verursachten zahlreiche Erdbeben und Tropenstürme Ausfälle in ganz Japan, aus dem Grund ist die Zahl um das Dreifache zu den Vorjahren gestiegen. Die restlichen 1.457 Verspätungen verursachten die Betreiber selbst.

Allgemein war 2018 kein gutes Jahr für den Nahverkehr, was die Zahlen von 2016 zeigen, wo es lediglich 603 Verspätungen und Ausfälle gab. Schäden oder veraltete Strecken sind ebenfalls ein Problem. Ein Schaden am Oberleitungsnetz der Higashi-Washinomiya-Station an der Tohoku-Hauptlinie sorgte so 2017 für zahlreiche Ausfälle und Verspätungen, die 280.000 Menschen betrafen.

Tokyo ist besonders problemanfällig

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es einige Monate später an der Den-en-toshi-Linie zwischen Tokyo und Kanagawa, der 126.000 Personen betraf. Der aktuellste Fall war am Montag, wo aufgrund eines Stromausfalls an der Chuo- und Sobu-Strecke 177 Züge ausfielen und sich 91 verspäteten. Um die 280.00 waren davon betroffen, darunter zahlreiche Schüler, für die Universitäten die Aufnahmeprüfungen an dem Tag verschoben.

Zu den massivsten Ausfällen kam es allerdings letzten Dezember auf der U-Bahnlinie Toei Asakusa. Ein Problem bei einem Ausbau im Kontrollzentrum von Keisei Electric Railway Co. sorgte für Verkehrschaos, was um die 400.000 Menschen betraf. Ein Beamter des Ministeriums erklärte, dass vor allem die Region von Tokyo anfällig sei. Schon ein kleines Problem kann sich auf andere Linien, die mehrere Unternehmen betreiben, auswirken und für Chaos sorgen. Wie sie in der Zukunft so etwas verhindern wollen, ist noch nicht klar. Bis jetzt äußerten sich die Betreiber ebenfalls nicht zu den aktuellen Zahlen. Wahrscheinlich werden sie sich jedoch bemühen, ihren Service zu verbessern und sich besser auf bestimmte Situationen vorzubereiten.

Quelle: Jiji Shimbun

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