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Verteilung soll eigentlich beim massiven Mangel an Einwegmasken helfen

Verteilung von Atemmasken sorgt für großen Unmut in Japan

In Japan breitet sich der Covid-19 immer weiter aus und Atemmasken sind weiterhin Mangelware. Damit sich die Menschen trotzdem weiterhin sicher fühlen, versprach der japanische Premierminister Shinzo Abe 50 Millionen Haushalte des Landes mit Masken zu versorgen. Allerdings zog er damit gleichzeitig den Zorn der Menschen auf sich.

Am Mittwoch gab Abe bekannt, dass die Regierung Atemmasken aus Stoff an 50 Millionen Haushalte in Japan liefern will. Er will so etwas gegen den Mangel an Einwegmasken tun, die in vielen Geschäften gar nicht mehr zu kaufen sind. Abe glaubt, dass die Bereitstellung der Masken dabei hilft auf die steigende Nachfrage zu reagieren.

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Die Regierung hatte bereits die Produktion von Einwegmasken mit Subventionen gefördert, um die Nachfrage nach den rückläufigen Exporten aus China zu bewältigen. Allerdings hat sich dadurch die Lage nicht wirklich geändert. Vor allem jetzt, da die Infektionen steigen, steigt ebenfalls die Nachfrage weiter. Bis jetzt gibt es mehr als 3.000 gemeldete Infektionen in Japan, das Kreuzfahrtschiff Diamond Princess mit einbezogen.

Vorrang haben deswegen bei der Lieferung die Gebiete, wo es bereits bestätigte Fälle gibt und wo die Infektionen zunehmen. Die Verteilung soll noch diesen Monat beginnen und Teil eines Wirtschaftspakets sein. Das Paket wird die Regierung vermutlich nächste Woche komplett zusammen stellen.

Obwohl die Ankündigung eigentlich etwas Positives ist, sorgt sie bei der Bevölkerung für Wut und Spott. Jeder Haushalt mit einer registrieren Postanschrift soll nämlich nur zwei waschbare Stoffmasken erhalten. Es ist dabei komplett irrelevant, wie viele Personen in einem Haushalt wohnen.

Familien müssen sich die zwei Exemplare demnach teilen, was bei einigen wohl kaum möglich sein wird. Andere merkten an, dass die Masken, von denen eine Abe vor der Presse selbst trug, deutlich kleiner sind als die handelsüblichen. Das warf die Frage auf, wie sicher und praktisch der Stoffmundschutz eigentlich ist.

Dazu finden viele es fragwürdig, dass nur die stark betroffenen Gebiete welche bekommen sollen. Im Internet machten Menschen bereits ihrem Ärger Luft und machten sich über den Plan lustig. Unter anderem wurden Bilder von bekannten Anime-Familien geteilt, in denen aber immer nur zwei Personen eine Maske tragen.

In Japan selbst leben über 126 Millionen Personen, was bedeutet, dass viele wohl keine Masken bekommen werden. Zusätzlich ist es vorerst die einzige größere Maßnahme von Abe. Den Notstand will er nämlich weiterhin nicht ausrufen.

 

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