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Stadtverwaltung von Fuchu muss ehemalige Schülerin wegen Mobbing entschädigen

Gericht revidiert Urteil von 2018, das die Klage ablehnte

An japanischen Schulen werden Schüler immer wieder Opfer von schwerem Mobbing. So erging es ebenfalls einer Schülerin aus Fuchu. Die wehrte sich jedoch rechtlich und klagte. Nun gab das Gericht von Tokyo der Frau recht und verurteilte die Stadtverwaltung zu Schadensersatz.

Am Mittwoch traf das Gericht die Entscheidung in dem Fall der Frau in den 20ern. Fuchu soll nun ihr 62.551,44 Euro bezahlen um sie für das Mobbing zu entschädigen. Mit der Entscheidung revidieren sie das Urteil von der Tachikawa Niederlassung des Tokyo Bezirksgerichts von März 2018. Die Klage wurde damals abgewiesen.

Schule verdrängt Anschuldigung

Die Frau wurde als junge Grundschülerin so stark misshandelt, dass sie an Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet. Lehrer und Schuldirektor halfen ihr in der Zeit nicht. Richter Hiroshi Noyama sagte dazu, dass das Mobbing unter den Teppich gekehrt und ignoriert wurde. Die Schule ist ihren Pflichten nicht nachgekommen und hat illegal gehandelt.

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In der Klage heißt es, dass die Schülerin von drei Jungen gewaltsam misshandelt wurde. Unter anderem kippten sie ihr Wasser über den Kopf, sperrten sie in Schränke und versteckten ihre Schuhe, dass sie manchmal sogar ohne nach Hause musste. Das Mädchen beklagte sich über Schlafstörungen und ging bald nicht mehr zur Schule. Später wurde bei ihr PTBS diagnostiziert.

Der Arzt informierte die Schule, dass die Erkrankung auf das Mobbing zurückzuführen ist. Der Schuldirektor und die Lehrkräfte stritten das ab und behaupteten, dass nach ihren eigenen Untersuchungen es kein Mobbing gab. Die Kinder hatten lediglich nur herumgealbert. Laut dem Richter zeigt das, dass sie ihre Verantwortung weiter von sich weisen wollten.

Stadt will Urteil noch prüfen

Es gab so gut wie keine Gegenmaßnahmen auf der Annahme, dass es wirklich Mobbing gab. Der Schuldirektor war dabei an erster Stelle, als es darum ging das Mobbing abzustreiten. Das führte dazu, dass die Klägerin länger unter PTSB litt. Allgemein befasste sich das Gericht diesmal mehr mit dem Austausch mit den Lehrkräften und dem Arzt, was vermutlich zu dem Urteil führte. Sie haben sich unangemessen behandelt und viel Schaden angerichtet.

Die Frau konnte sich nur ein wenig über das Urteil freuen. Sie wird weiterhin wegen PTSB behandelt und das Urteil nimmt den Schmerz nicht weg. Sie kann jetzt jedoch endlich im Leben vorangehen. Der Bildungsausschuss von Fuchu kommentierte das Urteil damit, dass sie es sorgfältig überprüften und dann darauf reagierten.

Ms

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