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Bekanntes Torii Tor wird bei Taifun zerstört

Videospiel-Fans retten reales Torii Tor aus Ghost of Tsushima

Dieses Jahr begeisterte die Spielwelt von Ghost of Tsushima weltweit zahlreiche Menschen, uns mit eingeschlossen. Das Game ist dabei an die reale Insel Tsushima und ihre Geschichte angelehnt. Die Gemeinde Tsushima selbst wurde im Herbst dieses Jahres von einem Taifun getroffen, der eins der berühmten Torii Tore zerstörte. Dank Fans konnte es nun jedoch gerettet werden.

Die ungewöhnliche Geschichte hat sich am Watazumi Schrein auf einer Insel in Nagasaki ereignet, welcher der Meeresgöttin Toyotama-hime gewidmet ist. Markenzeichen sind die Torii Tore, die direkt aus dem Wasser ragen. Von denen blieb allerdings nach einem Taifun am 7. September nicht viel übrig. Eins der Tore, das Heisei no Otorii, wurde von dem Sturm komplett umgeworfen und nur noch Trümmer im Wasser erinnern an das Torii.

Schrein setzt für den Wiederaufbau auf Spenden

Aufgrund des Standortes stellte sich die Reparatur weder als einfach noch als günstig für den Schrein heraus. Nicht nur, dass das Tor im Wasser installiert werden muss, es wird zusätzlich auf einer ganz anderen Insel hergestellt und muss nach Watazumi eingeflogen werden. Die Kosten werden aus diesem Grund bei 118.758 Euro bis 158.344 Euro liegen.

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Eine Menge Geld für den kleinen Schrein. Dazu kommt, dass die Insel aufgrund der Pandemie kaum Einnahmen durch Tourismus generiert. Die Gemeinde selbst, die nur aus 30.000 Personen besteht und auch keine reiche Region ist, könnte jedenfalls nicht selbst die Kosten stemmen.

Der Oberpriester des Schreins, Yuichi Hirayama, startete deswegen eine Crowdfunding-Kampagne, in der Hoffnung ein paar großzügig Menschen zu finden, die dabei helfen, die benötigten 39.586 Euro zusammenzubringen.

Fans von Ghost of Tsushima verdreifachen Spendenziel

Der Schrein hat dabei vor allem auf die vielen Fans von Ghost of Tsushima gesetzt. Obwohl der Schrein selbst im Spiel nicht vorkommt, hat er jedoch zur Inspiration der fiktiven Torii Tore im Spiel beigetragen wie auch die restliche Natur und Geschichte der Insel. Der Plan des Schrein ist dabei aufgegangen und in kürzester Zeit kam die gewünschte Summe zusammen.

Tatsächlich ist es sogar deutlich mehr geworden. Mehr als 129.842 Euro sind von 1243 Menschen bereits gespendet worden und die Kampagne läuft noch bis zum 10. Januar 2021. Für die vielen Spenden und aufmunternden Nachrichten aus dem ganzen Land zeigte sich der Schrein sehr dankbar. Sicher ist auf jeden Fall, dass er sich keine Sorgen mehr um die Kosten des Tores machen muss. Vermutlich wird auch noch genug Geld übrig sein, um auch noch ein paar andere Dinge zu reparieren.

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