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Absage gefordert

Viele japanische Kommunen fordern Absage des Staatsbegräbnisses von Shinzo Abe

Viele Kommunalversammlungen in Japan haben eine Erklärung verabschiedet, in der sie die Absage des Staatsbegräbnisses für den ehemaligen Premierminister Shinzō Abe fordern.

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Das Begräbnis, das am 27. September stattfinden soll, ist erst das Zweite seiner Art in Japan. Diese Ehre wurde bisher nur dem ehemaligen Premierminister Shigeru Yoshida im Jahr 1967 zuteil, der als Architekt des modernen Japan gilt.

Kritik am Staatsbegräbnis ist in Japan groß

Japan Premierminister Fumio Kishida kündigte das Staatsbegräbnis für Abe direkt nach dem Attentat Anfang Juli in Nara an und begründete es damit, dass Abe der dienstälteste Premierminister des Landes war.

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Seitdem ist die Kritik groß, da die Mehrheit der Bevölkerung der Meinung ist, dass Abe solch eine Zeremonie nicht verdient hätte und die Kosten viel zu hoch sind.

Am 15. September verabschiedete die Stadtverordnetenversammlung von Ostuki einstimmig eine Erklärung, in der die Absage der Zeremonie gefordert wird. In der Erklärung heißt es: „Die Abhaltung eines Staatsbegräbnisses sollte im Landtag beschlossen werden“, und: „Die öffentliche Meinung ist gleichmäßig geteilt und seine Durchführung könnte in Zukunft Probleme verursachen.“

Zeremonie entbehrt einer klaren Rechtsgrundlage

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Auch die Versammlung der Stadt Nichian hat eine Resolution einstimmig beschlossen, die ebenfalls eine Absage fordert. Darin heißt es: „Das Staatsbegräbnis entbehrt einer klaren Rechtsgrundlage und die öffentliche Meinung ist zweigeteilt. Das Staatsbegräbnis sollte in Anbetracht der tatsächlichen Umstände der Beerdigungen früherer Premierminister abgesagt werden.“

Aktuell haben bisher 12 Gemeinden eine Erklärung oder Resolution verabschiedet, in der eine Absage gefordert wird. Dazu gehören Kunitachi, Kamakura und Ooshika.

Die Stadtversammlungen von Ina fordert in einer Erklärung, dass die Gründe für ein Staatsbegräbnis in einem Gesetz festgelegt werden sollten. Die Versammlung von Hidaki fordert eine gründliche Diskussion im Parlament und hat die Regierung dazu aufgefordert, den Menschen keine Sympathiebekundungen für Abe aufzuzwingen.

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