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Taxibranche besonders betroffen

Viele Mitarbeiter von Transportunternehmen werden in Japan von Kunden angegangen

Laut einer Umfrage einer Gewerkschaft werden etwa 46,6 Prozent der Mitarbeiter von Transportunternehmen von Kunden angegangen (Kashara). Besonders beliebt sind Beschwerden, denen jegliche Grundlage fehlt.

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Die Gewerkschaft All Japan Transportation Industry Labor Union Council warnt mittlerweile davor, dass das Personal unter immer größeren psychischen Druck steht und dass es auch zu physischen Angriffen kommen kann.

Mitarbeiter der Taxibranche besonders betroffen

Auf die Frage, ob man in den letzten zwei Jahren einmal von einem Kunden angegangen wurde, antworten 46,6 Prozent der befragten Mitarbeiter mit „Ja“. Der Anteil in der Taxibranche ist mit 58 Prozent besonders hoch, gefolgt von Busfahrer:innen und der Bahnbranche.

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57,1 Prozent sehen eine Zunahme und begründen dies durch den zunehmenden Stress, der durch die Pandemie ausgelöst wird.

Nach Geschlecht aufgeschlüsselt gaben 86,4 Prozent der Befragten an, von männlichen Kunden belästigt worden zu sein, 10,7 % sagten, die Belästigung sei von weiblichen Kunden ausgegangen. Nach Altersgruppen betrachtet, waren 29,2 Prozent der Kunden in den 30ern und 70 Prozent in den 40ern, 50ern oder 60ern.

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Die häufigste Form waren Beleidigungen, gefolgt von Beschweren ohne Grundlage, Bedrohung und Einschüchterung und arrogantes Verhalten. Zudem gab es einige Berichte über sexuelle Belästigung und Online-Mobbing.

Gewerkschaft will Regierung zum Handeln auffordern

Was die Reaktionen der Arbeitgeber betrifft, so gaben 21 Prozent der Mitarbeiter an, dass sie Schulungen über Gegenmaßnahmen gegen störendes Verhalten anbieten.

19,9 Prozent gaben an, dass Handbücher entwickelt werden und 39,5 Prozent antworteten, dass es keine besonderen Maßnahmen gibt.

Auf der Grundlage dieser Daten will die Gewerkschaft die japanische Regierung und die entsprechenden Organisationen auffordern, Maßnahmen zu ergreifen, um die Belästigung durch Kunden zu verhindern.

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