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Viele Schulen öffnen erst nach der Golden Week

Viele Schulen in Japan bleiben weiterhin geschlossen

Tokyo hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass die Schulen bis zum 6. Mai geschlossen bleiben werden, auch andere Städte ziehen nun nach und lassen den Unterricht weiter ausfallen.

Eltern befürchten allerdings, dass die Verlängerung der Schulschließungen den Schülern das Recht auf Lernen nimmt und sich ihre schulischen Leistungen verschlechtern könnten.

Öffentliche Schulen bleiben geschlossen

Das Education Board der Tokyo Metropolitan Government hat am Mittwoch beschlossen, die Schließung von öffentlichen Schulen bis zum 6. Mai zu verlängern.

Grund- und Mittelschulen, die von Gemeinden in der Hauptstadt betrieben werden, fallen nicht unter die Entscheidung. Aber der Vorstand plant, die kommunalen Bildungsbehörden zu bitten, diesem Beispiel zu folgen.

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Die Präfekturverwaltung von Osaka beschloss ebenfalls, die Schließung von Schulen bis zum 6. Mai zu verlängern.

„Wenn die Schließung weiter verlängert wird, könnten Kinder ihres Lernrechts beraubt werden“, sagte ein 34-jähriger Architekt aus Tokyo. „Kinder, die keine öffentlichen Schulen besuchen, sind wahrscheinlich in Ordnung, meine Kinder jedoch nicht. Deshalb mache ich mir Sorgen über mögliche Unterschiede.“

Eine 36-jährige alleinerziehende Mutter von vier Kindern, die in der Sumida-Gemeinde der Hauptstadt lebt, sagte, sie befürchte, dass eine Verlängerung dazu führt, dass Kinder abgehängt werden.

Viele Schulen verlängern die Schließungen

In einer Umfrage einer japanischen Tageszeitung bestätigten viele Stadtverwaltungen, dass sie ihre Schulen geschlossen lassen wollen.

Von 74 kontaktierten Kommunalverwaltungen gaben 35 bzw. 47 Prozent an, die Schulschließungen fortzusetzen.

Die Entscheidung folgt einer Erklärung eines Expertengremiums für Infektionskrankheiten vom 1. April, wonach eine Option für Regionen, in denen die Coronavirus-Infektionen weiter zunehmen, darin besteht, die seit Anfang März bestehenden Schulschließungen aufrechtzuerhalten.

36 Stadtverwaltungen gaben an, dass sie mit dem Beginn des neuen Schuljahres ihre Schulen wieder öffnen werden. Drei Kommunalverwaltungen sind noch unentschlossen.

Viele wollen die Schulen bis nach der Golden Week geschlossen lassen.

Einige Schulen planen zudem, dass die Schüler regelmäßig ins Schulgebäude kommen.

Zum Beispiel plant die Stadtregierung von Saitama, dass die Schüler alle drei Tage zur Schule gehen, aber nur vormittags.

Die Stadt Fukui öffnet an Wochentagen von morgens bis 15 Uhr ihre Grundschultüren. Die Mittelschulen bleiben bis 16 Uhr geöffnet. Während der Unterricht nicht stattfindet, können die Schüler die Schulgebäude nutzen.

Die Stadtverwaltung von Kumamoto wird die Schüler bitten, alle zwei Wochen in die Schule zu kommen und fordert die Kinder außerdem auf, nicht in Parks zu spielen, solange die Schulen geschlossen sind.

AS, MA

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