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Katastrophe für Restaurants und Geschäfte

Viele Touristenziele in Japan sind wie leer gefegt

Immer wieder hört man, dass Touristenziele in Japan überlaufen sind. Lange Schlangen und Probleme mit den Touristen waren an der Tagesordnung.

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Durch den neuen Coronavirus-Stamm gibt es jetzt in Japan allerdings ein anderes Bild, denn viele Touristenziele sind wie leer gefegt und das, obwohl zurzeit Hochsaison für Japans Tourismusindustrie ist.

Japaner meiden Touristenziele aus Angst sich anzustecken

Viele Chinesen haben ihre Reise nach Japan abgesagt und viele Japaner meiden die Touristenspots, da sie Angst haben sich anzustecken.

Am 11. Februar, einem Nationalfeiertag, waren Touristen in den engen Gassen des Tsukiji-Marktes im Bezirk Chuo in Tokyo unterwegs, aber viel weniger als üblich. Normalerweise ist die Gegend voller Touristen, aber viele Restaurants hatten leere Plätze, sogar zur Mittagszeit.

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Hiroshi Tanabe, Manager eines Seafood-Grillrestaurants, sagte, die Verkäufe seien um 60 Prozent gesunken, verglichen mit dem vergangenen Jahr. Die Hälfte der 40 Plätze in seinem Restaurant war leer. Normalerweise sind die Hälfte seiner Kunden Chinesen.

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„Ich bete, die Situation wird sich bis zur Kirschblüten-saison wieder normalisieren“, so Tanabe „Im Moment müssen wir uns nur damit abfinden.“

Die eigentlich geschäftige Einkaufsstraße Nakamise zwischen dem Kaminarimon-Tor und dem Sensoji-Tempel in Tokyos Stadtbezirk Taito hatte auch deutlich weniger Touristen.

Miyoko Kondo, Manager eines Souvenirgeschäfts namens Mika, sagte am 9. Februar: „Es ist sicher leicht, durch dieses Geschäft zu gehen, nicht wahr? Normalerweise sage ich „Xie Xie!“ (Danke!) zu den chinesischen Kunden, aber es sind keine da.“

Sogar bei japanischen Touristen beliebte Restaurants leiden darunter.

Der Manager eines Restaurants, das sich auf japanische Desserts spezialisiert hat, sagte, die Zahl der Kunden sei um 70 Prozent gesunken. „Viele unserer Kunden sind ältere Menschen, sie trauen sich nicht an Orte, an denen sie sich anstecken könnten.“

Nur wenige Touristen in Kyoto

Die gleiche Situation herrschte im Unterhaltungsviertel „kagai“ in Gions Hanamikoji-Straße in Kyotos Bezirk Higashiyama.

Ein Verlagsleiter, der aus Tokyo zu Besuch war, zeigte sich am 7. Februar erstaunt über den Mangel an Touristen. Normalerweise ist die Gegend voll mit ausländischen Besuchern, was zu zahlreichen Beschwerden von Einwohnern über schlechte Manieren führte.

Nach Ansicht von hart gesottenen Händlern in Kyoto hat der Mangel an Touristen Erinnerungen an die guten alten Zeiten geweckt.

Der Manager eines Restaurants, in dem 70 bis 80 Prozent der Kunden Ausländer sind, sagte: „Die Zahl der westlichen und chinesischen Touristen ist gesunken. Bitte lass diese Situation bald enden. “

Die Japan Association of Travel Agents gab bekannt, dass etwa 400.000 Chinesen, die Pauschalreisen gebucht hatten, ihre Pläne zwischen Ende Januar und Ende März abgesagt hatten.

Bereinigt um Einzel- und Geschäftskundenstornierungen liegt der Wert deutlich höher.

TJT, MA

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