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Olympia-Skandal

Vorsitzender von Kadokawa tritt wegen Bestechungs-Skandal zurück

Tsuguhiko Kadokawa, Vorsitzender des gleichnamigen Verlages, hat wegen der Bestechung eines Mitarbeiters des Organisationskomitees der Olympischen Spiele in Tokyo seinen Rücktritt angekündigt.

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„Nicht nur ich, sondern auch zwei Mitarbeiter von Kadokawa wurden verhaftet und angeklagt, und ich nehme diese Umstände sehr ernst und denke, dass ich die Verantwortung übernehmen muss“, so der Vorsitzende auf einer Pressekonferenz. Gleichzeitig bestritt er allerdings die Vorwürfe.

Verhaftung im September dieses Jahres

Die Staatsanwaltschaft verhaftete Kadokawa am 14. September zusammen mit zwei Mitarbeitern des Unternehmens, gegen die kurz vorher Anklage erhoben wurde.

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Nach Angaben der Polizei hat sich der 79-Jährige mit den beiden abgesprochen und Haruyuki Takahashi, einen ehemaligen leitenden Angestellten des Organisationskomitees der Spiele von Tokyo 2020, gebeten, das Unternehmen zum Olympia-Sponsor zu machen.

Kadokawa wollte Olympia-Sponsor werden

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Sie baten Takahashi auch darum, die Höhe der Unterstützungsgelder, die das Unternehmen zahlen würde, auf unter 380 Millionen Yen (ca. 2,6 Millionen Euro) zu begrenzen und das Vertragsverfahren zu beschleunigen.

Kadokawa wurde im April 2019 zum offiziellen Sponsor der Olympischen Spiele ernannt und schloss daraufhin einen Beratungsvertrag mit Commons2, die von Takahashis langjährigem Bekannten Kazumasa Fukami geleitet wird.

Takahashi wird zudem verdächtigt, auch von der Aoki Holdings Geld angenommen zu haben.

Er zahlte dem Unternehmen von September 2019 bis Januar 2021 rund 69 Millionen Yen (ca. 481.504 Euro)

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