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Wein aus Edo-Ära wird wieder produziert

Ein Kurator des Kitakyushu Museum of Natural History & Human History entdeckte die Zutaten für japanischen Wein, wie es ihn vor 400 Jahren gab. Er fand sie, während er alte Manuskripte durchsuchte.

Das Rezept stammt aus dem Nachlass von Hosokawa Tadatoshi, der in der frühen Edo-Zeit (1603 – 1867) Herrscher über die Kokura-Region war. Diese umfasst auch die heutige Stadt Kitakyushu, in der sich das Museum befindet. Um den Wein herzustellen, wies er seine Winzer an, die mysteriöse „Garami-Traube“ zu nutzen.

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde noch davon ausgegangen, dass Wein zuerst während der Sengoku-Zeit (spätes 15. bis spätes 16. Jahrhundert) von Missionaren ins Land gebracht wurde. Der erste japanische Wein sei demnach erst in der Meji-Ära (1868 – 1912) hergestellt worden. Doch dann entdeckte der damalige Kurator des Kitakyushu-Museums, Masanori Nagao, Belege dafür, dass schon in der Edo-Zeit in Japan Wein hergestellt wurde. In diesen Dokumenten wird beschrieben, dass dafür Garami-Trauben genutzt wurden, die im Distrikt Miyako gesammelt wurden. Zudem belegen die Dokumente, dass 1629 zwei Fässer Wein nach Kokura gesendet wurden.

Alter Name der Traube sorgte für Verwirrung

Doch zum Zeitpunkt, zu dem die Dokumente gefunden wurden, war das Wort „garami“ noch unbekannt, weswegen Nagao verschiedene ältere lokal-ansässige Familien besuchte. Im Verlauf dieser Gespräche stellte sich heraus, dass es eine lokale Bezeichnung für Vitis thunbergii, eine bestimmte Traubenart, ist. Diese Erkenntnis gab er an den ehemaligen Premierminister Morihiro Hosokawa weiter, der Nachfahre von Tadatoshi ist. Dieser erwähnte die Geschichte in einem Interview im Oktober 2015, was wiederum die Gruppe Buzen no Kuni Ogasawara Kyokai inspirierte. Die Gruppe setzt sich für eine Revitalisierung der ehemaligen Buzen-no-Kuni-Provinz in der Region Kokura ein.

Der Vorsitzende der Gruppe, Yoshimitsu Kawakami, sammelte im Herbst 2018 10 Kilo der Garami-Trauben, die er später zum Gokase-Weingut in der Miyazaki-Präfektur brachte. Hier wurde der Wein mit moderner Technik hergestellt. Im Dezember 2018 waren 4,3 Liter des Weins fertiggestellt und im Februar 2019 wurde er dem Bürgermeister von Kitakyushu vorgestellt. Es wird erwartet, dass auch der ehemalige Premierminister eine Kostprobe des Weins bekommen wird. Aus Kreisen der Gruppe wurde verlautet, dass der Wein süß und intensiv schmeckt. Die Gruppe Buzen no Kuni Ogasawara Kyokai möchte weiter Garami-Trauben anbauen, um den Wein auch großflächig verbreiten zu können.

Quelle: Asahi Shimbun

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