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Weitere japanische Stadt erkennt LGBT-Partnerschaften an

Japan – Die Stadt Fukuoka im Südwesten erkennt seit Montag Partnerschaften von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transsexuellen Paaren an.

Fukuoka ist so die siebte Gemeinde, die die Nachweise für die eingetragene Partnerschaft der LGBT-Gemeinde einführt und so zu den landesweiten Bemühungen zur Beseitigung der Diskriminierung sexueller Minderheiten beiträgt. Als erstes wurden in Tokyos Shibuya-Bezirk die Partnerschaften von LGBT-Paaren durch ein ähnliches System anerkannt. Der Bürgermeister von Fukuoka, Soichiro Takashima, hat den ersten Beweis der eingetragenen Partnerschaft im Rathaus überreicht.

Das Paar hat bereits zuvor als Familie gelebt, ist nun aber noch glücklicher, dass ihre Partnerschaft anerkannt wird. Sie haben so das Gefühl, dass sie von der Gesellschaft beglückwünscht und akzeptiert werden, wie Anri Ishizaki, ein 33-jähriger Vertreter einer Selbsthilfegruppe für LGBT-Personen, mitteilte. Anri Ishizaki wurde im Körper einer Frau geboren, lebt nun aber als Mann und besuchte das Rathaus gemeinsam mit seiner 27-jährigen Partnerin Miho Yamashita, um den Beweis zu erhalten.

Auch wenn der Nachweis keine zivilrechtlichen Rechte oder Pflichten wie die Ehe beinhaltet, gelten die eingetragenen Partnerschaften als gleichwertig, als wenn sie verheiratet wären, was besonders bei der Miete einer städtischen Wohnung benötigt wird, oder wenn sich einer der Partner in einem städtischen Krankenhaus behandeln lassen muss.

Allerdings müssen die LGBT-Paare eine Reservierung vornehmen, um den Nachweis für die eingetragene Partnerschaft zu erhalten. Das haben bereits fünf weitere Paare laut der Stadtverwaltung von Fukuoka am Montag getan. Dass Fukuoka nun ebenfalls die Partnerschaften anerkennt, ist eine riesige Erleichterung für die Paare, doch noch ist es ein langer steiniger Weg, bis endlich in ganz Japan die Partnerschaften anerkannt werden.

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