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Zum ersten Mal über 40 Grad im September

Weiterhin Rekordhitze in Japan

In Japan werden in diesem Sommer wieder vielerorts Rekordtemperaturen gemessen, auch der September bringt keine Abkühlung.

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Die Stadt Sajo meldete am Donnerstag eine Temperatur von 40,4 Grad Celsius und damit einen Rekord für September.

Zum ersten Mal Rekordhitze im September in Japan

Laut der Japan Meteorological Agency wird die Rekordhitze in der Stadt in der Präfektur Niigata durch einen Föhnwind verursacht – eine warme, trockene Böe, die periodisch den Lee-Hang eines Berges hinunterstürzt.

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Es war das erste Mal, dass die Temperatur im September in Japan die 40 °C-Marke überschritt. Der vorherige Monatsrekord lag am 2. September 2000 bei 39,7 Grad Celsius, registriert in Kumagaya in der Präfektur Saitama in der Nähe von Tokyo.

Auch in den Städten im Nordosten Japans entlang der Küste stiegen die Temperaturen am Donnerstag an, wobei in Tsuruoka in der Präfektur Yamagata 39,1 Grad Celsius gemessen wurden, so die Agentur.

Hohe Temperaturen in vielen Städten

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In einigen anderen Städten lagen die Temperaturen über 38° C, wie in Wajima, in der Präfektur Ishikawa, mit 38,6° C. Auch in Tsuruoka, in der Präfektur Yamagata, zeigte das Thermometer über 38° C.

Viele Gebiete in Präfekturen wie Hokkaido, Aomori, Akita, Yamagata, Toyama und Ishikawa erneuerten ihre Temperaturrekorde für September.

Die höchste jemals in Japan gemessene Temperatur von 41,1° C wurde im vergangenen Monat in Hamamatsu, Präfektur Shizuoka, und im Juli 2018 in Kumagaya gemessen.

Temperaturen besonders für ältere Menschen gefährlich

Der anhaltenden Hitze sind bereits mehrere Menschen zum Opfer gefallen. Allein in Tokyo sind 53 Menschen gestorben. Auch in anderen Städten werden Todesfälle gemeldet.

Am stärksten betroffen sind Personen, die älter als 70 Jahre sind. Sie machen 82 Prozent der Toten im August aus.

Während sengende Hitze in Japan in den letzten Jahren inmitten der globalen Erwärmung ein Problem darstellte, nehmen Experten an, dass die in diesem Jahr länger als üblich andauernde Regenzeit es den Menschen erschwerte, sich physisch an den plötzlichen Temperaturanstieg in diesem Monat zu gewöhnen. Während der Regenzeit fehlte es in vielen Regionen Japans im Juli an Sonnenlicht und die Menschen konnten sich nicht allmählich an heißeres Wetter gewöhnen.

Hiroyuki Kusaka, Professor für Meteorologie an der Universität von Tsukuba, sagte, die jüngste Hitzewelle sei durch zwei Hochdrucksysteme verursacht worden, die sich über Japan überlagert hätten. Um dem Risiko hitzebedingter Erkrankungen vorzubeugen, betonte Kusaka die Notwendigkeit, kühl und hydratisiert zu bleiben. Er rief insbesondere dazu auf, sich um die älteren Menschen zu kümmern, die als besonders anfällig für die Hitze gelten.

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