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Weltgrößtes buddhistisches Sutra beeindruckt Besucher in Japan

Mehr als 40.000 Besucher versammelten sich in der Präfektur Shizuoka, um das größte buddhistische Sutra in Japan zu bestaunen. Es wurde von einer Kalligraphin mit Down-Syndrom niedergeschrieben und stellt das Heart-Sutra dar. Sutras sind indische Lehrsätze des Hinduismus und Buddhismus in Versform, die oft im Singsang wiedergegeben werden.

Mit einer Größe von 4 Metern Höhe und 16 Metern Breite ist es damit das größte kalligraphisch dargestellte Sutra der Welt. Die Tokyoterin Shoko Kanazawa erschuf das Werk, das 276 Zeichen beinhaltet und vom Boden bis zur Decke des Raumes reicht. 2015 beendete sie ihr Werk. Dafür zog sie sich für einige Tage in den Senyu-ji Tempel in Imabar, Ehime-Präfektur in West Japan, zurück. Sie bereitete so eine Exhibition zu ihrem 30. Geburtstag vor.

Der gesamte Grund, auf den die Zeichen geschrieben wurden, wurde ebenfalls von Kanazawa zusammengestellt. Sie orderte Papier aus China, das 4 Meter hoch und 2 Meter breit war. Dann klebte sie diese Blätter zusammen. Nach der Fertigstellung wusste Kanazawas 74-jährige Mutter jedoch nicht, wohin mit dem Kunstwerk und so bot sie es Kimiya, einem Freund der Familie, an. Kimiya ist gleichzeitig auch Hohepriester am Ryoun-ji Temptel in Hamamatsu, in der Präfektur Shizuoka.

Aktueller Ausstellungsort vom Sutra

Als Kimiya das Werk annahm, wusste er zunächst nicht, wie groß es tatsächlich ist. Erst nachdem er die Ausstellung des buddhistischen Sutras besucht hatte, konnte er die Schrift in voller Größe betrachten. Und obwohl er nicht wusste, wohin mit dem riesigen Kunstwerk, glaubte er daran, dass es die Aufgabe des Tempels sei, Kanazawas aufrichtige Gedanken zu teilen, mit denen sie das Sutra malte. Da die Entscheidung, ob es ausgestellt wird, somit getroffen war, blieb nur noch die Frage offen, in welchen Raum es hineinpassen könnte.

Shoko Kanazawa (links) und ihre Mutter
Quelle: KyodoNews

Der einzige, der größentechnisch den Bedingungen entsprach und eine Länge von mindestens 9 Metern hatte, war die Nirvana Halle des Tempels. Ursprünglich war sie dafür gedacht, die Asche der Verstorbenen auf zu bewahren. Doch die geplante Anlage musste noch etwa die doppelte Größe erhalten. Kimiya besprach mit den Architekten die notwendige Größe, die man brauchte, um die 16 Meter lange Rolle sowie freien Raum darum herum unter zu bringen.

Das buddhistische Sutra wird permanent im Ryoun-ji Tempel ausgestellt sein. Zusätzlich dazu zeigen sie 40 weitere Werke Kanazawas vom 21.11. bis 3.12. Diese können Besucher ohne Eintrittskosten besichtigen.

Künstlerin Kanazawa brach in Freudentränen aus, als sie zum ersten Mal ihr Werk vollständig in der Halle betrachten konnte. „Die Kalligrafie zeigt ihre Seele, die so rein ist, wie die Buddhas. Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich das sehen können. […] (Es an zu sehen) fühlt sich an, als wäre man von dem Sutra umfasst“, sagte Kimiya über Kanazawas Kunstwerk. „Ich möchte, dass Menschen in ihre Herzen blicken, wenn sie vor der Kalligrafie stehen. […] Wenn Leben der Betrachter gerettet werden können, dann wäre das Werk sogar noch lebendiger als es bereits ist“.

Mit einer solchen Einstellung ist er nicht allein. Auch der japanische Mönch, der bei einem Musikfestival auftrat, hat ähnliche Gedanken.

Quelle: Kyodo News

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