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Präfekturen melden immer neue Höchststände

WHO: Japan hat weltweit die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Japan in der Woche vom 18. bis 24. Juli weltweit die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet.

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Das asiatische Land meldete in diesem Zeitraum mehr als 969.000 Infektionen, gefolgt von den USA mit rund 860.000 und Deutschland mit ungefähr 570.000.

Zahl der Neuinfektionen steigt und steigt

Immer mehr Präfekturen in Japan melden täglich neue Höchststände an Neuinfektionen, allen voran die Präfektur Okinawa, die vor einigen Tagen den Notstand für ihre medizinische Versorgung ausgegeben hat.

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Immer mehr Krankenhäuser im ganzen Land haben begonnen, die Aufnahme von Patienten zu stoppen, da sie den Andrang an Menschen nicht mehr bewältigen können. Dies führt dazu, dass landesweit Krankenwagen Probleme haben, für ihre Patienten eine medizinische Einrichtung zu finden, die sie aufnimmt.

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Die Präfektur Osaka hat mittlerweile den „roten Alarm“ ausgegeben, da die Belegungsrate der Krankenhausbetten für Coronapatienten die 50 Prozent Grenze überschritten hat. Der Alarm markiert die höchste Stufe der Pandemiesituation in der Präfektur.

Gleichzeitig wurde in Osaka auch der medizinische Notstand ausgerufen, was die Einwohner dazu veranlassen soll, vorsichtig zu sein und nur in Notfällen ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da das Gesundheitssystem überlastet ist.

Trotz vieler Probleme keine Einschränkungen geplant

Hirofumi Yoshimura, Gouverneur von Osaka, sagte allerdings, er werde die Regierung nicht bitten, der Präfektur Quasi-Notfallmaßnahmen aufzuerlegen. Die Präfektur wird auch Restaurants und Bars nicht dazu auffordern, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen.

Auch Japans Hauptstadt Tokyo hatte vor einigen Tagen seine Warnstufe angehoben.

Mittlerweile fordert das Expertengremium des Gesundheitsministeriums, das die japanische Regierung in Fragen zur Pandemie berät, die Menschen dazu auf, den Kontakt zu anderen Menschen einzuschränken.

Außerdem warnt das Gremium davor, dass die Situation beginnt, sich negativ auf die Wirtschaft auszuwirken.

„Die Situation im medizinischen Versorgungssystem wird immer ernster“, so Takaji Wakita, Vorsitzender des Gremiums und Leiter des nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, auf einer Pressekonferenz. „Die Zahl der Todesfälle und der Coronavirus-Patienten mit schweren Symptomen wird voraussichtlich weiter ansteigen.“

„Es ist notwendig, dass jeder einzelne Bürger gründliche Maßnahmen gegen das Coronavirus ergreift“, so Wakita weiter und betonte die Notwendigkeit, die Coronaimpfung zu fördern, einschließlich der dritten Impfung und der Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren.

Trotz des starken Anstiegs der Neuinfektionen, plant die japanische Regierung im Moment noch keine Einschränkungen. Japans Premierminister sagte dazu, dass er ein Gleichgewicht zwischen sozioökonomischen Aktivitäten und Maßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Infektionen anstrebt.

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