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Nach über 20 Jahren Bauzeit

Wiederaufbereitungsanlage in Japan wurde von den Aufsichtsbehörden genehmigt

Japans Nuklearregulierungsbehörden haben am Mittwoch mitgeteilt, dass die Wiederaufbereitungsanlage für Brennstoffe im Dorf Rokkasho, in der Präfektur Aomori, die Sicherheitskontrollen bestanden hat.

Damit ist die Anlage der Inbetriebnahme, die vor mehr als 20 Jahren ins Stocken geraten ist, einen Schritt näher gekommen.

Bau der Wiederaufbereitungsanlage begannt vor mehr als 20 Jahren

Die Nuclear Regulation Authority sagte, die Anlage habe die strengeren Standards umgesetzt, die nach der Katastrophe von Fukushima 2011 eingeführt wurden, einschließlich der Anforderungen für bessere Maßnahmen gegen Erdbeben und Tsunami.

Der Bau der Anlage begann 1993, die Fertigstellung war ursprünglich für 1997 geplant, aber anhaltende Probleme zwangen den Betreiber dazu, die Inbetriebnahme 24 Mal zu verschieben.

Mehr zum Thema:  Kosten für die Verwaltung der japanischen Atomkraftwerke steigen immer weiter

Zuletzt wurde festgestellt, dass der Betreiber Japan Nuclear Fuel Ltd. 14 Jahre lang die erforderlichen Inspektionen an einem Bereich der Anlage nicht durchgeführt hatte, was dazu führte, dass fast eine Tonne Regenwasser in ein Gebäude mit einem Notdieselgenerator floss.

Bei der Eröffnung kann die Anlage bis zu 800 Tonnen abgebrannte Brennelemente pro Jahr verarbeiten und etwa 8 Tonnen Plutonium gewinnen, aus dem eine Brennstoffart namens Mischoxid (MOX) hergestellt wird. Das gesamte Projekt, vom Bau bis zur eventuellen Stilllegung, wird auf fast 14 Billionen Yen geschätzt.

Endgültige Genehmigung steht noch aus

Die Anlage muss noch von der Nuclear Regulation Authority endgültig genehmigt werden, um in Betrieb zu gehen. Japan Nuclear Fuel hofft, zwischen April und September nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen zu können.

Die Anlage wird ein entscheidendes Element des Plans der Regierung sein, die Abhängigkeit des Landes von Energieimporten zu verringern, obwohl Zweifel bestehen, ob die Anlage die Nachfrage decken kann.

Derzeit sind nur vier thermische Reaktoren im Land für die Verwendung von MOX-Brennstoff ausgestattet.

Da Plutonium in Atomwaffen verwendet werden kann, könnte die Herstellung des Elements während des Recyclingprozesses Bedenken der internationalen Gemeinschaft hinsichtlich der Verbreitung aufkommen lassen.

TJT

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