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Mehrheit in Japan weiterhin dagegen

In Japan ist der Widerstand gegen das Staatsbegräbnis von Shinzō Abe groß

Der Widerstand gegen das geplante Staatsbegräbnis des ehemaligen Premierministers Shinzō Abe ist weiterhin groß. Neben Demonstrationen und Klagen vor Gericht wurde nun eine Onlinepetition gestartet, um die Regierung zum Einlenken zu bewegen.

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Die Petition wurde unter anderem von Chizuko Ueno, ehemalige Professorin an der Universität Tokio, Takeshi Nakajima, Professor am Tokyo Institute of Technology, dem Journalisten Satoshi Kamata und dem Kritiker Makoto Sakata gestartet.

Petition soll Begräbnis verhindern

„Wir rufen die Öffentlichkeit dazu auf, die Petition zu unterzeichnen, um sich mit diesen Bürgern und ihren Protesten zu solidarisieren und um den Stimmen anderer Gleichgesinnter Gehör zu verschaffen“, heißt es in der Petition, die am 23. August auf Change.org gestartet wurde. Mit diesen Bürgern sind die zahlreichen Demonstranten gemeint, die seit einigen Tagen gegen das Begräbnis demonstrieren.

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Die Petition fordert, dass der Kabinettsbeschluss über das Staatsbegräbnis widerrufen wird, Behörden und Personen nicht zur Kondolenz gezwungen werden, die Skandale von Abe thematisiert werden und dass das Begräbnis nicht dafür genutzt wird, Artikel 9 der japanischen Verfassung zu ändern. Das Ziel von 15.000 Unterschriften wurde mittlerweile erreicht.

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Der Widerstand gegen das Staatsbegräbnis wird auch noch einmal durch eine Umfrage des Social Survey Research Center untermauert.

In der Umfrage sprachen sich 53 Prozent der Befragten gegen das Begräbnis aus und nur 30 Prozent stimmten dafür, 17 Prozent der Befragten hatten keine Meinung.

Aufgeschlüsselt nach Parteizugehörigkeit sprachen sich 6 Prozent der Befragten, die die LDP unterstützen, dafür aus. Bei den Unterstützern der Komeito, der CDP, JCP und denjenigen, die keine Partei unterstützen, war die Anzahl der Gegner größer als die der Befürworter.

Kein Staatsbegräbnis für den umstrittenen Politiker

Das Begräbnis des ermordeten Politikers ist für den 27. September geplant und alle Kosten sollen aus der Staatskasse bezahlt werden. Japans Premierminister Fumio Kishida erklärte, dass ein Staatsbegräbnis angemessen sei, da Abe Japans dienstältester Premierminister war.

Der Widerstand ist groß, weil Abe als umstrittener Politiker gilt, der in seiner langen Laufbahn in einige Skandale verwickelt war. Einige Bürgergruppen haben bereits vor verschiedenen Gerichten eine einstweilige Verfügung beantragt, um das Begräbnis zu verhindern.

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